Rendite machen mit der gefürchteten Markt-Volatilität

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Googeln wir mal den Begriff „Volatilität“. Über 3 Millionen Einträge werden Sie dann sehen und haufenweise Definitionen. Wie Sie mit der „Vola“, wie Sie unter Profi-Anleger abgekürzt wird, aber Rendite machen, werden Sie in der Suchmaschine nur bedingt finden. Denn nur die wenigsten wissen, dass Volatilität mittlerweile eine eigenständige Anlageklasse ist. Die sogenannten Volatilitätsfonds sind allemal eine interessante Investition…

Bewegungen von einigen Hundert Punkten im Dow Jones, DAX & Co. waren früher außergewöhnliche und eher seltene Ereignisse. Heute dagegen sind sie fast schon Normalität. Denken Sie nur an die zehn ersten August-Handelstage im deutschen Leitindex DAX. Anleger müssen sich auf die höhere Volatilität einstellen. Sie können aber auch von ihr profitieren. Zunächst sollte man sich als Anleger einen grundsätzlichen Zusammenhang vor Augen führen: Kursentwicklung und Volatilität bewegen sich in der Regel gegenläufig. Steigen die Kurse, verringert sich die Volatilität. Bei Kursrückgängen, die meist sehr viel schneller vonstattengehen als Aufwärtsbewegungen, steigt die Schwankungsbreite dagegen an. Und bei heftigen Einbrüchen eben auch manchmal sehr sprunghaft.

Wiedergegeben wird die Schwankungsbreite durch die Volatilitätsindizes. Sie geben an, welche Volatilität für den jeweiligen Index in den kommenden 30 Tagen zu erwarten ist. Weil eine hohe Schwankungsbreite eine erhöhte Unsicherheit unter den Anlegern widerspiegelt, werden die Volatilitätsindizes oft auch als „Angstbarometer“ bezeichnet.

Volatilität kann man nicht direkt kaufen. Dennoch kann man als Anleger auf verschiedene Art und Weise profitieren. Indirekt ausnutzen können Anleger die Volatilität, indem sie sie als Risikomaß verwenden und ihre Investments – zumindest die eher kurzfristigen – entsprechend daran ausrichten. Grundsätzlich gilt: Hohe Volatilität, hohes Risiko. Steigt die Schwankungsbreite deutlich an, ist Vorsicht geboten.

Eine Möglichkeit zum Ausnutzen der Vola wäre ein Volatilitätsfonds. Ein Vorreiter im Bereich der Volatilitätsfonds ist die Fondsgesellschaft Amundi, die aus dem Zusammenschluss der Asset-Management-Abteilungen der beiden französischen Großbanken Crédit Agricole und Société Générale hervorgegangen ist. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 700 Mrd. Euro ist Amundi der drittgrößte Vermögensverwalter in Europa und zählt weltweit zu den Top Ten.

Amundi betreibt zwei Volatilitätsfonds. Fondsmanager Gilbert Keskin verfolgt dabei ausgeklügelte Volatilitätsstrategien und nutzt zwei Renditequellen: auf der einen Seite das Oszillieren der Märkte und andererseits den Trend, dass die Volatilität immer wieder zu ihrem langfristigen Durchschnitt zurückkehrt. Folglich kauft das Fondsmanagement Volatilität, wenn diese unter ihrem langfristigen Durchschnitt notiert und verkauft Volatilität, wenn sie darüber liegt. Die Strategien werden ausschließlich mit börsengehandelten Optionen umgesetzt, da diese die Märkte gut abbilden und selbst in Krisenphasen ein hohes Maß an Liquidität bieten. Wegen der negativen Korrelation zu Aktien eignet sich dieser Fonds hervorragend, um das Chance/Risiko-Profil im Portfolio zu verbessern und dessen Gesamtvolatilität zu verringern. Das Ding ist interessant, wie ich finde…


1 KOMMENTAR

  1. Das eine erhöhte Volatilität nicht mehr die Ausnahme sondern eher die Regel sein wird scheint sich langsam in den köpfen festzusetzten. Ein vorgang der auch schon wiede etwas lange gedauert hat, ist ja nicht seit gestern so. Aber es bieten sich hier dem privat Anleger auch Chance ausser in neue Fonds Modelle zu investieren. Hier wird auch dem Privat- und Kleinanleger mir einfachen mitteln der technischen Analyse selbst die möglichkeit geboten sein Risiko zu minimieren und seine Rendite zu maximieren wenn er die nötigen Grundlagen lernt.

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