Warum immer Gold– ein Oldtimer ist auch ne gute Investment-Idee…

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Über Gold müssen wir aktuell nicht reden. Ich sage nur: Kaufkurse! Daher heute einmal ein etwas “exotischeres” Thema: Oldtimer.

Man kann es sich ganz einfach machen, wenn man Argumente für das Thema „Oldtimer sind Anlage-Objekte“ suchen will. En Blick auf die internationalen Auktionen genügt. Denn ein Dutzend Auktionshäuser befassen sich inzwischen nahezu ausschließlich mit dem Handel von Oldtimern. Bei den Versteigerungen von Pebble Beach in Kalifornien, dem Mekka der Oldtimer-Szene, wurden im vergangenen Jahr sag und schreibe 170 Mio. Dollar umgesetzt. Und die Tendenz steigt. Aber die Summen werden immer höher und Autos können sich mittlerweile locker mit berühmten Gemälden messen lassen – als Anlageobjekt.

Natürlich hat nicht jeder einen Mercedes 300 SL in der Garage stehen. Wenn ja, dann herzlichen Glückwunsch. Denn das Sternchen-Auto lief nur 1400-mal zwischen 1954 bis 1957 vom Band. Und heute bekommen Sie dafür über 380.000 Euro. Aber wer glaubt, einfach sein altes Auto auf Verdacht einfach mal behalten so wollen, muss sich auskennen. So wie etwa Roland Kayser, Oldtimer-Händler und Dozent für Geschichte des Automobils an der Berliner Hochschule für Technik und Wissenschaft (HTW). Er weiß einzuschätzen, welches Modell den Klassikerstatus erreicht.

Gefragte Modelle verzeichnen eine durchschnittliche Preissteigerung von etwa zehn Prozent pro Jahr heißt es in der Szene, manche sogar bis zu 35%. Und das völlig ungeachtet von Inflation, Konjunkturdaten und irgendwelchen Analystenmeinungen. Aber nur Wagen von Premium-Herstellern wie Mercedes, Porsche, Bentley oder Rolls-Royce haben eine Chance auf deutliche Wertsteigerung. Im August letzten Jahres kam es im besagten kalifornischen Pebble Beach zum Hammerdeal: Ein Käufer hat unglaubliche 6,6 Millionen Dollar für einen Ferrari 250 GT Spider von 1959 ausgegeben.

Ein weiteres, vielleicht etwas „günstigeres“ Beispiel? Nehmen wir wieder den berühmten Flügeltürer Mercedes 300. Im Jahr 2000 hatte das Objekt der Begierde noch unter 190.000 Euro gekostet – und heute eben die schon über 400.000 Euro, aber in gebrauchtem Zustand. Wer ein Exemplar hat ohne erkennbare Gebrauchsspuren kann mit fast dem doppelten rechnen. Den absoluten Hit landet man, wenn man von dem gleichen Modell eines hat, das bei den Rennen der legendären Carrera Panamericana eingesetzt wurde. Die Preise liegen hier weit über einer Million Euro pro Auto – wenn eines zu haben ist. Denn so etwas verkauft keiner…

Und noch ein Beispiel, dass zeigt, dass auch „jüngere“ Autos ihre Rendite einbringen: Ein Porsche Carrera 2.7 RS aus dem Jahr 1973 kostete im Jahr 2007 durchschnittlich 95.000 Euro. Ein Jahr später waren es über 150.000 Euro und heuer sind es über 200.000 Euro.

Sonderserien sind ebenfalls renditeträchtig. Wieder ein Beispiel aus dem Haus Porsche. Ein 911 Speedster, von dem 1989 gerade einmal 2102 Stück gebaut wurden, kostet heuer mit rund 80.000 Euro ebenfalls mehr als damals im Neuzustand, wo man am Werkstor in Zuffenhausen 112.000 Deutsche Mark bezahlen musste. Da wird selbst der Besitzer von Porsche-Aktien, wenn er diese in den 1980er Jahren erworben hat und beim Allzeithoch von 2,5 Jahren verkauft hätte, in Sachen Rendite neidisch…

Oldtimer sind also eine gute Investition in Sachwerte. Wer keine Lust hat, sich bei diesem Thema nur auf Immobilien und physisches Gold zu konzentrieren und noch dazu an Autos Spaß hat, sollte sich mit dem Thema mehr befassen. Denn ein Vorteil hat die vierrädrige Investment-Möglichkeit: Autoklassiker halten ihren Wert, egal was für eine Inflationsrate wir auch bekommen werden.

Zur Erinnerung: In der letzten Hochinflationsphase in den Siebzigern entwickelten sich die damaligen Oldtimerpreise sehr positiv. Und eines ist ebenso im Hinterkopf zu behalten. Die Tatsache nämlich, dass für einen Oldtimer als Wertanlage dieselben Grundvoraussetzungen wie für andere Sachwerte gelten: Ein tendenziell wohl eher knapper werdendes Angebot sollte auf eine anhaltend hohe Nachfrage treffen und somit die Preise nicht geringer werden lassen. Dies zeigt auch die Entwicklung des Deutschen Oldtimer-Index des Verbands der Automobilindustrie. Der Index, in dem 88 Oldtimer-Modelle aus 7 Ländern enthalten sind, stieg seit dem Jahr 2000 um durchschnittlich 6% pro Jahr und ist auch in den Krisenjahren 2008 und 2009 nicht eingebrochen. Denken Sie hingegen an die Kurseinbrüche von Aktien, Fonds oder Immobilien in der gleichen Zeit. Nun jedoch das große „Aber“:

Ohne sachkundige Unterstützung geht beim direkten Kauf eines Oldtimers (fast) nichts. Gute Anlaufstellen sind spezialisierte Fachhändler. Helfen können auch Oldtimer-Gutachten, die von den Prüfstellen TÜV oder Dekra erstellt werden. Doch nicht nur die Qualität des Wagens sollte stimmen. Ein Oldtimer will gut gepflegt sein. Auch Kosten für Ersatzteile und Reparaturen, welche die Rendite schmälern können, sind nicht zu unterschätzen…

Wer sich einmal näher mit der Oldtimer-Story befassen will, bekommt unter http://www.classic-data.de gute Informationen und sollte im Fall, dass er einmal bei seinen Großeltern in der Garage einen Bugatti aus dem Jahr 1937 findet, sich wirklich freuen. Aus diesem Jahr gibt es nur sehr wenige Fahrzeuge und diese kosten heute Millionen….

take Care,
Euer Goldfinger


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2 KOMMENTARE

  1. Eine sehr sichere und flexible Kapitalanlage: OLDTIMER. Auf Zinsen und Dividenden muss der Anleger zwar verzichten, dafür genießt er aber eine emotionale Rendite. Der Wert mancher Klassiker auf vier Rädern steigt rasant, weil sie immer beliebter werden. Die Nachfrage ist höher als das Angebot. Preisinformationen und Details lassen sich im Internet abrufen: http://www.klassikoldtimer.de
    „Keine Anlage kann mehr als wirklich sicher gelten“, mahnen die Analysten des Internationalen Währungsfonds in ihrem jüngsten Bericht zur globalen Finanzstabilität. So hat der Oldtimer-Index, der rund 90 historische Fahrzeugmodelle umfasst, in den vergangenen zehn Jahren nahezu alle Aktienindizes geschlagen.
    Christian Müller
    Internationaler Broker für Classic Collector Cars

  2. Der Oldtimer-Weltverband FIVA (Fédération International des Véhicules Anciens) spricht von einem Jahresumsatz der Branche von 16 Milliarden Euro weltweit, auf Deutschland entfallen davon etwa 6 Milliarden Euro.
    Einen besonders großen Sprung nach oben hat beispielsweise der Mercedes 300 SL gemacht ( http://www.klassikoldtimer.de ): allein innerhalb des letzten Jahres stieg der Marktwert des Sportwagen aus 1962/1963, im Zustand 2 um 40-50 % auf 1,2 – 1,4 Mio.

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