MDAX: Deutsche Mid-Caps nach dem Crash nun ein Schnäppchen?

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Der August 2011 wird sich in die Top Ten-Liste der verlustreichsten Börsenmonate überhaupt getrost einreihen können. Es ging eine Menge an Porzellan verloren. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, was gerade in deutschen Indizes wie dem DAX® oder MDAX® an grundsoliden und innovativen Unternehmen gelistet ist. Doch sie alle mussten in den vergangenen drei Wochen mit ansehen, wie sie gehörig an Börsenwert verloren. In der Spitze war es bei manchem Unternehmen bis zu 40%. Es hatte augenscheinlich nicht wirklich einen Anleger großartig interessiert, dass es gute Unternehmensergebnisse zum zweiten Quartal in Hülle und Fülle gab und die Lage der Konzerne deutlich besser zu sein scheint, als es das Chartbild aufzeigt(e).

Die Impulse müssen nun also wohl in den kommenden Tagen und Wochen von anderswo kommen, wenn sich nämlich die Berichtssaison dem Ende zuneigt. Vielleicht seitens der Konjunktur? Ein Konjunkturprogramm in den USA? Oder doch die Ankündigung von Euro-Bonds? Dies scheint wohl aktuell nicht so realistisch zu sein. Deshalb aber den Aktienmarkt, speziell ein Investment in deutsche Mid-Caps meiden? Denn gerade im MDAX® gibt es eine nicht geringe Zahl an Unternehmen, die sich für den Anleger als ein solides Investment erweisen könnten. Nicht nur weil sich schon quasi im Wochenrhythmus immer wieder ein angeblich neuer Übernahmekandidat findet. Nehmen wir nur einmal Hochtief oder Tognum. Oder auch Vossloh, SGL Carbon, Stada und Rheinmetall.

Es sind aber auch die attraktiven Dividendenrenditen, die einen locken könnten. Gemessen an KGV oder KUV erscheint das Chance-Risiko-Verhältnis eines Einzel-Investments im MDAX® interessant, ebenso auf den Gesamtindex. Zumal die Ausblicke der Unternehmen größtenteils mehr als solide ausgefallen waren und die Auftragsbücher aktuell nach wie vor sehr gut gefüllt sind. Kurz um: Von einem rein spekulativen Engagement kann im MDAX® wahrlich wohl nicht gesprochen werden – selbst wenn das wirtschaftliche Umfeld vielleicht etwas abflachen sollte.

In wie weit sich die fundamentale Lage auch bald wieder in der Charttechnik des Mid-Cap-Index widerspiegelt, bleibt abzuwarten. Zuletzt ist das deutsche Mittelstandsbarometer durch alle nur möglichen Unterstützungsmarken gebrochen. Nun scheint die nächste Unterstützungszone um die 8000er-Marke zu sein. Das heißt: Die Frage der Bodenbildung ist im MDAX® genauso elementar wie in den anderen (deutschen) Indizes. Aber erst oberhalb der Marke von 8600/8700 scheint aus charttechnischer Betrachtung wieder Besserung in Sicht zu sein, wenngleich der Index zunächst den GD20 zurückerobern sollte, um auf weiter steigende Kurse zu spekulieren, da alle weiteren Gleitenden Durchschnitte noch meilenweit entfernt sind.

Risikobereite Anleger könnten jedoch jetzt schon mit einem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DB6CB4) auf einen Kursanstieg des Mid-Cap-Index spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 2,74, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 5.590 Punkten. Dagegen könnten Anleger auf fallende Kurse wiederum mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE7C0X) spekulieren. Der Hebel dieses Short-Papiers liegt derzeit bei 3,03, das Stop-Loss-Niveau ist bei 10.970 Punkten.

Stand: 24.08.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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