Presse/ Jens Ehrhardt sagt: "Die Märkte sind politisch manipuliert"

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Eine klare Aussage wie ich finde – diese Überschrift…

Jens Ehrhardt, Chef der Vermögensverwaltung DJE Kapital in Pullach, sieht die Schuld für die aktuelle Börsenkrise bei den Regierungen. Der renommierte Vermögensverwalter sagte im Interview mit dem Anlegermagazin ‚Börse Online‘: "Die Märkte sind politisch manipuliert, daran besteht kein Zweifel." Noch nie sei der Einfluss der Politik so stark zu spüren gewesen wie derzeit. Mittlerweile sei das richtige Timing für Aktienkäufe und -verkäufe fast unmöglich geworden. "Der Grund dafür sind die ständigen Eingriffe der Politik. Sie trägt die Verantwortung für die Schulden- und die Börsenkrise. Denn wenn sich die Regierungschefs äußern, schlägt dies direkt auf die Lage an den Börsen durch." Auf eine Lösung der Krise warte man bislang vergebens.

Ehrhardt, der seit 1969 als Investor aktiv ist, nannte die aktuelle Börsenphase die schwerste und intransparenteste seiner Laufbahn. Früher seien die Signale an den Märkten klarer gewesen, heute habe die Komplexität deutlich zugenommen. Aktienanleger hätten die Schuldenlast der Industriestaaten in Europa und Amerika früher schlichtweg vernachlässigen können, dies sei jetzt nicht mehr möglich. "Ein ganzes Bündel von Einflussgrößen hat sich sehr stark verändert", sagte der Vermögensverwalter.

Ehrhardts aktuelle Anlagestrategie lautet: weniger Aktien, mehr Kasse. In den defensiven Fonds seines Hauses hat der Vermögensverwalter die Aktienquote auf 25 Prozent gesenkt, in allen anderen in der Regel auf 50 Prozent. "Die freigewordenen Gelder halten wir derzeit vor allem in Cash, so bleiben wir flexibel – was sehr wichtig ist angesichts der aktuell hohen Schwankungen an den Märkten."

Einen Teil investiere er auch in Gold. Ein Investment in Bundesanleihen hält Ehrhardt dagegen für paradox: "Deutschland steht indirekt für einen Großteil der Schulden im Euro-Raum gerade, aber das macht den Anlegern keine Angst. Sie kaufen trotzdem Bundesanleihen." Die derzeitigen Mikrorenditen für Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit könne er seinen Anlegern aber nicht zumuten. Derzeit werfen solche Bundespapiere nur einen Ertrag von 2,1 Prozent ab.


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