Das Lehman-Gespenst ist wieder da!

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War das eine Woche! Noch am Montag schienen die Weichen auf Erholung gestellt, und der Dax konnte während des Börsenhandels sogar 6100 Punkte überwinden. Auch am Dienstag und Mittwoch hatte das heimische Leitbarometer noch Tuchfühlung mit der wichtigen 6000er-Marke. Geholfen haben dabei die US-Indizes, die sich von ihren bisherigen Crash-Tiefs bis vergangenen Mittwoch zwischen 5% und fast 7% verbessern konnten. Doch dann schwappte eine neue Verkaufswelle über die Weltbörsen. Ausgelöst wurde sie durch erschreckend schlechte Nachrichten von der US-Konjunkturfront und vor allem von der US-Notenbank, die sich aufgrund der aktuellen Schuldenkrise dies- und jenseits des Atlantiks Sorgen um das internationale Bankensystem macht.

Geht es Ihnen auch so? Das erinnert alles fatal an die Zeit während der Finanzkrise, die mit der Pleite der US-Bank Lehman Brothers im September 2008 ihre Höhepunkt hatte, und worauf der Dax seine beispiellose Talfahrt bei damals knapp 6500 Punkten startete. Diese Baisse endete erst im März 2009 bei einem Dax-Stand von 3666 Zählern. Auch in Händlerkreisen und in den Medien wird das Lehman-Gespenst derzeit herumgereicht, sodass ich mir einmal die damalige Dax-Entwicklung genauer angesehen habe. Der Blick auf den untenstehenden Vergleichs-Chart ist schon erschreckend – zumal wir wissen, dass sich an den Börsen die Vergangenheit gerne wiederholt.

In der obigen Grafik sehen Sie mit der schwarzen Kurve den Dax von August 2008 bis Anfang April 2009. Die rote Kurve ist der Dax ab 1. Juni 2011. Sowohl 2008 als auch Ende Juli diesen Jahres stürzten die Kurse zuerst mächtig in die Tiefe. Vor drei Jahren endete die erste Verkaufswelle bei 4300 Punkten, womit der Dax rund ein Drittel an Wert verlor. Danach ging es in erratischen Schwankungen sukzessive abwärts, bis schließlich im März 2009 bei 3666-Dax-Punkten die Trendwende einsetzte. Innerhalb von nur sieben Monaten büßte der Index damals 44% ein.

Stehen wir jetzt am Anfang einer ähnlichen Entwicklung? Immerhin hat der Dax seit Beginn des Kursgemetzels am 27. Juli im ersten Abwärtsschub, der bis knapp 5600 Punkte führte, rund ein Viertel an Wert verloren. Nach der kurzen Erholung – auch diese Parallelität ist im Vergleichs-Chart gut zu erkennen – ging es in den vergangenen Tagen mit den Kursen in verschärftem Tempo in den Keller. Wenn sich die Geschichte wiederholt, wäre ein Ende der Talfahrt in sieben Monaten zu erwarten, also im Januar 2012. Gemäß dem Lehman-Fahrplan 2008/2009, Minus 44% seit Beginn des Kurseinbruchs, stünde der Dax dann bei knapp über 4000 Punkten.

Das ist derzeit noch schier unvorstellbar, aber angesichts der aktuellen Entwicklung ist alles möglich. Eine neue Erholungsphase genauso wie weitere Kursrücksetzer, wobei ich ehrlich gesagt eher von weiter sinkenden Kursen ausgehe. Aber das gehört in die Abteilung „Liebe, Glaube, Hoffnung“. Als Trendbrief-Chefredakteur halte ich mich an Fakten, wie sie die die 200-Tage-Linie bietet. Bei unserer 18 Hauptmärkte, die wir im Trendbrief laufend analysieren, lieferte uns diese wichtige Trendlinie bereits seit längerem Verkaufssignale. Daher haben wir unsere Anlagestrategie in den vergangenen Wochen konsequent auf Baisse ausgerichtet, was sich in der Performance unserer Empfehlungsliste deutlich widerspiegelt. Vor zwei Wochen wiesen unsere empfohlenen Zertifikate im Aktien- und Indexbereich einen Gewinn von durchschnittlich +57% auf. Aktuell liegen unsere Trendbrief-Abonnenten im Schnitt damit bereits um +97% im Gewinn.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr

Johannes Scherer

Stand: 17.08.2011/ ein Gastkommentar von Johannes Scherer, Chefredakteur des Trend-Ausblicks und des Trendbriefes. In beiden Briefen zeigt er auf Basis der 200-Tage-Linie die lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen sowie Rohstoffen auf.


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