In der Ruhe liegt die Kraft

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Seit mehr als 20 Jahren befasse ich mich beruflich mit den Börsen. Die ersten zehn Jahre waren in Nachhinein ziemlich langweilig, wenn man sich die Entwicklung seit 2000 betrachtet. Nach den Kurseinbrüchen zur Jahrtausendwende und während der Finanzkrise 2008 nun also das dritte Gemetzel an den Aktienmärkten.

Damals wie heute höre ich von Bekannten aus der Finanzbranche immer wieder Sätze wie: „Jetzt muss bald ein Boden gefunden sein“, oder „es kann doch nicht ewig so weitergehen“. Nein, ewig bestimmt nicht, doch kräftige Kursbewegungen – egal, ob nach oben oder unten – dauern in der Regel länger als erwartet. Erinnern wir uns:

Von Mai bis September 2001 ging der Dax von 6200 auf 4000 Punkte zurück. In den folgenden Monaten erholten sich die Kurse zwar auf fast 5500, doch dann rutschte der Dax bis März 2003 auf 2200 Zähler ab. Ganz ähnlich war die Entwicklung während der Finanzkrise Anfang 2008. Von 8100 Punkten brach der Dax bis März auf fast 6000 ein und pendelte danach in einer Range zwischen 6000 und 7000 Zählern. Mit der Lehman-Pleite im Herbst sackten die Kurse bis auf 4000 ab, um letztlich im März 2009 den Tiefpunkt bei 3600 zu erreichen.
Auch wenn sich jetzt die Börsen in einer kräftigen Gegenreaktion befinden, darf daher nicht ausgeschlossen werden, dass es nach den heftigen Kursverlusten noch viel weiter abwärts gehen kann – nicht muss. Genau wie früher bietet auch jetzt die 200-Tage-Linie eine gute Orientierung.

Wer sich 2000 oder 2008 an die Verkaufssignale des GD200 hielt, als der Dax unter die Trendlinie fiel, vermied Kursverluste von in der Spitze –69% (bis 2003) bzw. –52% (bis 2009). Jetzt lieferte die 200-Tage-Linie am 1. August ein Verkaufssignal, als der Dax bei 6954 unter den GD200 rutschte. Seitdem summiert sich der Rückgang auf fast –20%.In diesen hektischen Börsenzeiten gilt es jetzt, besonnen zu reagieren.

Wer spekulativ auf steigende Kurse im Dax setzen will, sollte sicherheitshalber eine 50%ige Erholungs-Rallye abwarten, die mindestens bis 6400 Punkte laufen muss. Erst über diesem Niveau sollten erste, spekulative Long-Investments mit kleinem Einsatz und engen Stopp-Kursen vorgenommen werden.

Anleger, die auf sinkende Kurse setzen, sollten ebenfalls eine mögliche Gegenreaktion beobachten. Erlahmt die Erholung unterhalb der 50%-Grenze, folgen Sie dem Trend und kaufen Baisse-Papiere. Übrigens: Während der Finanzkrise lagen beim Dax zwischen Short- und Long-Signal durch den GD200 16 Monate. In dieser Zeit verlor der Index –34%, Baissiers verdienten damals ordentlich.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr

Johannes Scherer

Stand: 12.08.2011/ ein Gastkommentar von Johannes Scherer, Chefredakteur des Trend-Ausblicks und des Trendbriefes. In beiden Briefen zeigt er auf Basis der 200-Tage-Linie die lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen sowie Rohstoffen auf.


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