News Ticker

Sehen wir im TecDAX bald Kurse unterhalb von 500 Punkten?

Sie können es jeden Tag lesen. Überschriften wie vom Handelsblatt „An den Aktienmärkten kehrt die Panik zurück“ oder der WELT „Crash wird zum Dauerzustand“ zeigen auf, wie derzeit die Situation auf dem Parkett ist. In Zahlen: Satte 24 Prozent ging es allein für den DAX auf Sicht von zwei Wochen in den Keller. Eine unglaubliche Geldsumme wurde an der Börse damit kaputt gemacht. Viele lange anhaltende Unterstützungen sind mittlerweile zu Widerständen mutiert. Das gleiche Bild auch im MDAX und TecDAX.

In der letzten Ausgabe hatte ich Ihnen einmal die Parallelen des aktuellen DAX-Szenarios mit dem von 2008 aufgezeigt. Heute werde ich Ihnen dieses mit dem TecDAX darlegen. Es ist wirklich erstaunlich – und leider auch erschreckend – was es auch hier für Parallelen gibt. Im Detail:

DXA_TecDAX

Im TecDAX haben wir ausgehend vom Tief des Jahres 2003 einen Bärenkeil gesehen, an dessen Spitze Ende 2007 eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet wurde. Bei rund 1000 Punkten. Damals meinten viele, das Top wäre der Start für weitere Hochs. Doch weit gefehlt. Es folgten massive Kursrückgänge, verbunden mit dem Unterschreiten des langfristigen Aufwärtstrends und der Gleitenden Durchschnitte. Das Ergebnis:

Vom Top aus ein Kursrutsch um 87% bis an die Marke von 400 Punkten! Danach kam, Sie wissen es, die große Rallye. Und 2011? Auch hier haben wir wieder eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, oberhalb eines Bärenkeils. Auch jetzt müssen wir uns als Trader mit extremen Abschlägen, einem Salami-Crash und dem Unterschreiten der 200-Tage-Linie befassen. Die große Preisfrage, die man sich beim Anschauen des obigen Charts stellen kann, lautet: Erleben wir wieder einen Kursrutsch im TecDAX von mehr als 80%? Die Parallelen zu 2008 sind wie gesagt erschreckend. Das Jahres-Top liegt bekanntlich bei 952, vom Tief 2009 bis hierher war es ein Anstieg von über 550 Punkte. Rechnen Sie mal vom Top bei 952 einen Verlust von 87% ab – Sie kommen auf einen Kurs von 472. Es wäre in der Tat eine mehr als spannende Trader-Story, in der man mit Short-Engagements ein Vermögen machen könnte…

Stand: 04.08.2011/ ein Gastkommentar von Steffen Heinrich,
Chefredakteur des DAX-Ausblicks und des DAX-Premium-Trader.


Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*