Überprüfen Sie Ihre Investitionsquote!

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Hallo zusammen. Im boerse.de-Aktienbrief verfolgen wir grundsätzlich einen langfristigen Anlagehorizont, d.h. unsere Investments sind in der Regel auf fünf bis zehn Jahre ausgerichtet. Allerdings bedeutet dies nicht, nach guter alter „Kaufen und liegen lassen“-Manier und mit stets vollem Einsatz stur an seinen Investments festzuhalten. Sondern:

Der Aktienbrief empfiehlt, Investitionsquote und Cash-Bestand stets in Abhängigkeit der allgemeinen Markttrends zu steuern. Unser Ziel dabei: In Schwächephasen sollte das Pulver weitestgehend trocken gehalten werden, während es starke Aufwärtstrends mit möglichst hohen Einsätzen auszureizen gilt. Klingt vermutlich schwieriger als es tatsächlich ist.

Als Hilfsmittel dient uns dabei der sogenannte Champions-Oszillator. Dieser Indikator misst den Anteil derjenigen Champions-Aktien, die über ihrer 200-Tage-Linie notieren und liefert somit ein Bild der Marktbreite. Denn:

Grundsätzlich sind Aufwärtstrends der Märkte umso solider einzustufen, je mehr Werte diese tragen. Klettern die Indizes dagegen, während die Marktbreite fällt, ist dies häufig ein Warnsignal, dass die Märkte zu kippen drohen. Zur Praxis:

Der Champions-Oszillator kann zwischen 100% – alle Champions-Aktien befinden sich in Aufwärtstrends, also über ihrer 200-Tage-Linie – und 0% schwanken. Dabei gibt der jeweilige Indikatorstand die Investitionsquote des Depots vor. Konkret:

Notiert der Champions-Oszillator bspw. bei 75%, so sollten drei Viertel des verfügbaren Kapitals in Qualitätsaktien investiert sein und 25% Cash gehalten werden. Bei einem steigenden Oszillator gilt es dann, die Investments entsprechend auszubauen, während bei einem fallenden Indikator Positionen glattzustellen sind. Das bedeutet aktuell:

Wie Sie im Chart erkennen können, ist der Champions-Oszillator durch die jüngsten Turbulenzen auf 36% und damit den tiefsten Stand seit Mai 2009 gefallen. Dementsprechend sollten Langfristanleger nun deutlich Einsätze vom Tisch nehmen, um das Cash-Polster auf 64% aufzustocken.

Allerdings kann sich das Blatt auch blitzschnell wieder wenden, da der Abstand zur 200-Tage-Linie bei jedem dritten Champion weniger als 5% beträgt und dadurch jederzeit ein Trendwechsel möglich ist. Im vergangenen Sommer tauchte der Champions-Oszillator Anfang Juli und Ende August mit 38% bzw. 39% vergleichbar tief wie heute ab, und drehte dann anschließend wieder nach oben. Damals war der Dax wie in diesen Tagen unter seine 200-Tage-Linie gefallen, was sich beide Male im Nachhinein jedoch als Bärenfalle entpuppte. Deshalb:

Aufgrund der derzeit angespannten Technik empfehlen wir Ihnen, den Stand des Champions-Oszillators im Aktienbrief-Abo-Bereich täglich zu überprüfen. So sehen Sie sofort, ob die Bären gerade wie im vergangenen Sommer ein weiteres Mal ins Bockshorn gejagt werden, oder ob es noch mehr Cash aufzubauen gilt.

Stand: 03.08.2011/ ein Gastkommentar von
Jochen Appeltauer, Stellv. Chefredakteur boerse.de-Aktienbrief


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