Kraft sammeln im Seitwärtstrend!

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Vergangene Woche meldete das Münchner ifo-Institut einen Rückgang seines Geschäftsklima-Index auf den tiefsten Stand seit Oktober 2010. Nach allgemeiner Lesart deutet also alles darauf hin, dass sich die konjunkturelle Dynamik in Deutschland abkühlen wird. Entgegen dem sonst Üblichen reagierte die Börse auf diese Nachricht überhaupt nicht – im Gegenteil: Der Dax etabliert sich über der 7300er-Marke und richtet den Blick weiter nach oben.

Das ist ein gutes Zeichen, zeugt es doch von enormer innerer Stärke, was nach der monatelangen Seitwärtsbewegung auf einen baldigen Kursausbruch nach oben schließen lässt. Ein Indiz dafür ist die Entwicklung der Trend-Breite, also die Anzahl der Dax-Aktien, die ihrerseits über der 200-Tage-Linie notieren. Sie ist zwar seit Anfang Mai rückläufig, was aber aber den Gesamtmarkt bisher nicht mit nach unten gezogen hat.

Dieses Phänomen – Seitwärtsphasen im Dax bei rückläufiger Trend-Stärke – konnte bereits in der Vergangenheit beobachtet werden, und zwar stets unmittelbar vor einem neuen Rallye-Schub. So bewegte sich der Dax im Jahr 2004 in einer Trading-Range zwischen 3600 und 4000 Punkten, während die Trend-Breite von 84% bis auf 30% nachgab. Als von diesem Tiefpunkt ab die Trend-Breite wieder anstieg, nahm auch der Dax Fahrt auf und stand ein Jahr später rund 25% höher.

Im vergangenen Jahr erlebten wir das gleiche Szenario: Der Dax hielt sich monatelang zwischen 5800 und 6200 Zählern, während die Trend-Breite von 84% bis auf 49% abnahm. Ab Anfang September stieg die Zahl der Aktien oberhalb des GD200 sukzessive wieder an, und der Dax spurtete binnen acht Monate von 6200 um 20% auf 7400 Punkte nach oben. In beiden Seitwärtsphasen, 2004 und 2010, oszillierte der Dax übrigens unentschlossen um die 200-Tage-Linie, womit für Trendfolger die Gefahr von Fehlsginalen groß war. Insofern war seinerzeit die Trend-Breite als zusätzlicher Signalgeber für eine neuen Rallye-Schub äußerst hilfreich.

Im Gegensatz zu damals sind Trendfolger heute in einer komfortableren Situation. Denn der Dax notiert derzeit 4% über dem GD200 – Tendenz steigend. Anleger, die den Signalen der 200-Tage-Linie folgten, sind daher Mitte März bei 6657 Dax-Punkten auf der Hausse-Seite eingestiegen und können jetzt in Ruhe die Entwicklung der Trend-Breite beobachten. Mit 54% ist sie mittlerweile fast so niedrig wie im Herbst vergangenen Jahres. Dreht der Signalgeber demnächst nach oben und löst einen Kursschub aus, könnte der Dax ganz schnell auf ein neues Rekordhoch jenseits der 8000 spurten.

Handeln Sie erfolgreich!
Ihr

Johannes Scherer

Stand: 26.07.2011/ ein Gastkommentar von Johannes Scherer, Chefredakteur des Trend-Ausblicks und des Trendbriefes. In beiden Briefen zeigt er auf Basis der 200-Tage-Linie die lukrativsten Trends in Aktien, Indizes, Devisen sowie Rohstoffen auf.


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