Im Fokus SAP: Aufwärtsbewegung vor der Fortsetzung?

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Um den Walldorfer Softwarekonzern SAP ist es zuletzt wieder still geworden. Anfang Juli war das DAX®-Unternehmen noch in den Schlagzeilen gewesen, weil die einzige Frau im Vorstand des Softwarekonzerns gut ein Jahr nach ihrer Berufung das Handtuch geworfen hatte.

Jetzt konzentriert man sich wieder auf das Tagesgeschäft, wenngleich dieses jüngst auch eher von weniger positiven Nachrichten geprägt war. Beispielsweise will SAP das Urteil einer Geschworenenjury in den USA in Bezug auf die Oracle-Sache zu Fall bringen. Diese hatte vor acht Monaten eine Schadenersatzzahlung an den Wettbewerber festgesetzt. SAP hält den Oracle von den Geschworenen zugesprochenen Schadenersatz von 1,3 Mrd. Dollar für den Datendiebstahl für zu hoch und verlangt vom Gericht eine neue Kalkulation. Man darf gespannt sein, wie diese Sache ihren Lauf nimmt.

Unter charttechnischer Betrachtung zeigt die Tendenz seit Ende 2008 wieder nach oben. Nachdem die SAP-Aktie bis zum Platzen der Internetblase im Jahr 2000 zu den Highflyern am deutschen Parkett gezählt hatte, zeichnete sich der Softwaretitel in der Folge vor allem durch starke Kursausschläge aus. Am 25. Juli 2006 notierte der Kurs bei 35,40 Euro. Ein Jahr später, am 25. Juli 2007, lag die Notierung bei 40,29 Euro. Nach einem Rückgang bis auf 28,31 Euro im Januar 2008 konnte sich der Kurs zunächst wieder stabilisieren. Am 25. Juli 2008 lag die Notierung bei 34,24 Euro und kletterte im September 2008 bis auf 40,32 Euro.

Die Eskalation der Finanzkrise sorgte im Herbst 2008 für einen drastischen Kursrutsch. Innerhalb von rund sechs Wochen verlor die SAP-Aktie annähernd die Hälfte ihres Werts und fiel Ende Oktober 2008 bis auf einen Tiefstand bei 20,75 Euro zurück. Von hier aus startete der DAX®-Titel eine langfristige Aufwärtsbewegung, die nach wie vor andauert. Am 24. Juli 2009 stand die Aktie wieder bei 31,50Euro. Ein Jahr später, am 23. Juli 2010, lag der Kurs bei 37,34Euro.

In der Folge setzte sich die positive Tendenz unter Schwankungen fort. Ende April dieses Jahres kletterte die Aktie mit 46,15 Euro auf den höchsten Stand seit April 2006. Von diesem Fünfjahreshoch aus kam es zu einer Korrektur. Dabei fiel der Kurs in der vergangenen Woche zeitweise knapp unter die runde 40-Euro-Marke zurück, drehte von hier aus aber nach oben und konnte die 200-Tage-Linie, die vorübergehend unterschritten worden war, umgehend zurückerobern.

Somit könnte sich nun aus charttechnischer Sicht die langfristige Aufwärtsbewegung fortsetzen. Wird das letzte Zwischenhoch bei 43,94 Euro nachhaltig übersprungen, könnte dies einen Angriff auf das Jahreshoch bei 46,15 Euro nach sich ziehen. Risikobereite Anleger könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE57TC) auf einen weiteren Kursanstieg spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 2,63, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 29,10 Euro.

Fällt der Kurs hingegen wieder unter die bei rund 41 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurück, könnte dies technisch gesehen eine weitere Korrektur nach sich ziehen. Unterstützung könnte für diesen Fall neben der 40-Euro-Marke das Tief der März-Korrektur bei 39,36 Euro bieten. Darunter wäre ein weiterer Rutsch in Richtung 37 Euro möglich. Auf fallende Kurse könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE4QPD) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,48, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 53,95 Euro.

Stand: 27.07.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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