Im Fokus Kupfer: Wohin tendiert der Kurs?

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[ad#Google Adsense XL-links]Zu Wochenbeginn gerieten die Notierungen der Rohstoffe unter Druck. Die schwächeren Wirtschaftsdaten zogen auch die Industriemetalle mit nach unten. Dieser Entwicklung konnte sich auch Kupfer nicht entziehen. In der vergangenen Handelswoche konnte Kupfer im Zuge der Veröffentlichung der besser als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsdaten aus den USA und Deutschland vorerst noch zulegen und notierte am Donnerstag bei über 9700 US-Dollar je Tonne. Eine gestiegene Kupfernachfrage vermeldet unterdessen die chinesische Zollbehörde. Nach drei Monaten seien die Kupferimporte Chinas wieder angestiegen. Der Behörde zufolge soll der Wert für den Monat Juni bei 280.000 Tonnen gelegen haben, was einem Zuwachs im Vergleich zum Vormonat von circa zehn Prozent entspricht. Verglichen mit dem Vorjahreswert ergibt sich ein Rückgang von rund 15 Prozent. China ist der weltgrößte Konsument und gleichzeitig auch der größte Importeur von Kupfer.

Experten zufolge sei für den momentanen Nachfrageanstieg die Tatsache verantwortlich, dass sich die Kupfervorräte in China in den letzten Monaten nahezu halbiert hätten, was die Notwendigkeit zu höheren Importen bestärkt. Da Kupfertransporte nach China bis zu zwei Monate dauern können, halten Experten es für wahrscheinlich, dass auch im laufenden Monat die chinesische Nachfrage nach Kupfer deutlich steigen wird. Auch die anhaltende hohe Weltnachfrage nach Kupfer überschreitet mittlerweile die weltweite Jahresproduktion, die im Jahr 2009 bei etwa 21 Millionen Tonnen lag. Zwar verfügt China noch über ausreichend Kupfervorkommen, jedoch beträgt der Kupferanteil im Erz in bisher erschlossenen Minen nur noch etwa 1,1 Prozent. Vor 30 Jahren enthielt die gleiche Menge an Erz noch etwa 1,6 Prozent des Metalls. Eine weitere Problematik liegt darin, dass es zehn bis fünfzehn Jahre dauert, bis eine neue Kupfermine in Betrieb genommen werden kann. Die Ausbeutung neuer Funde ist somit nur nach einer entsprechenden Vorlaufzeit möglich.

Der Einsatzbereich von Kupfer ist sehr vielfältig: Durch die hervorragende Leitfähigkeit für Elektrizität ist das Kupferkabel das am häufigsten verwendete Elektrokabel. Auch für elektronische Bauteile, überwiegend in Spulen, wird Kupfer genutzt. Weiterhin eignet sich Kupfer wegen seiner thermischen Leitfähigkeit sehr gut als Wärmeleiter. Neben der Nutzung in der Elektro- und Installationstechnik ist Kupfer oftmals ein Bestandteil von Legierungen, wie zum Beispiel bei Messing (Kupfer und Zink) oder Bronze (Kupfer und Zinn). Die Kupferlegierungen werden aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften wie Farbe, Korrosionsbeständigkeit und leichter Verarbeitung vielseitig eingesetzt.

[ad#Google Adsense M-rechts]In den vergangenen Tagen kam es immer wieder zu Nachrichten über Produktionseinschränkungen in Kupferminen. Insbesondere in Chile sorgte anhaltend schlechtes Wetter dafür, dass die Produktion in mehreren Minen deutlich heruntergefahren werden musste; betroffen davon ist auch weltweit größte Kupfermine Escondida. Die Androhungen weiterer Streikmaßnahmen in unterschiedlichen Ländern, die zumindest kurzfristig für einen Produktionsrückgang sorgen werden, könnten dem Kupferpreis ansteigen lassen.

Anleger, die nachhaltig von einem Anstieg der Kupferpreise ausgehen, können beispielsweise mit Hilfe von Open End Turbos (WKN: SG1Q3B) vom Kupferpreisanstieg profitieren. Der Basispreis beträgt 6.079,85 US-Dollar, die Stopp-Loss Barriere liegt bei 6.491,90 US-Dollar. Der Hebel beträgt im diesem Fall 2,72, das bedeutet, dass ein Kursanstieg um ein Prozent näherungsweise zu einem Gewinn von 2,72 Prozent führt, jedoch unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses und eventueller Wechselkursschwankungen.

Ein Gastkommentar der Société Générale.


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