Neulich in der Mailbox: Europas Lage spitzt sich zu

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Der Goldpreis ist stabil, der von Silber auch und es gibt immer noch Analysten-Kollegen, die mir in diesen Tagen sagen wollen, dass die Aktienmärkte weiterhin solide gestützt sind. Nun gut, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt…

Interessant ist in diesen Tagen auch das Aufkommen von Mails und Pressemitteilungen zu diesem Thema. Eine sehr interessante kam jüngst von einem Vermögensverwalter rein, mit dem Titel: Eine Lösung der Euro-Schuldenkrise ist ohne Hilfe der EZB nicht mehr möglich.

Nun einmal die Original-PM, ich habe mir nur erlaubt, den Namen der Vermögensberatung rauszulassen – aus verschiedenen Gründen:

Die Welt ist ein Kartenhaus voller Schulden. Die Rückzahlung dieser Schulden auf einem normalen Weg ist reine Illusion. Die Welt schwimmt nicht in einem Meer von Liquidität, sondern in einem Meer von Schulden. Etliche Banken sind bei höchster Liquidität insolvent.

   2008 haben die Mitspieler wie Staaten, Unternehmen und Privatanleger innerhalb von einem Jahr fast 40.000 Milliarden US-$ verloren. Bis heute haben die Notenbanken mit etwa 8.000 Milliarden US-$ das Finanzsystem vor dem Ruin bewahrt. Damit haben die Notenbanken entgegen allen Expertenmeinungen keine echten neuen Geldmengen geschaffen, sondern nur einen Teil der Verluste in den Volkswirtschaften ausgeglichen.

   Deswegen ist die xxx Vermögensverwaltung der Ansicht, dass die aktuelle europäische Finanzkrise ohne Hilfe der EZB finanziell nicht mehr bewältigt werden kann.

   Die USA und Japan sind ein Paradebeispiel, wie man eine Finanzkrise meistert. Dort haben die Notenbanken für etwa 7.000 Milliarden US-$ Staatsanleihen aufgekauft und den drohenden Staatsbankrott abgewendet. Dies ist der Grund, warum die Anleger momentan in US-Dollar und Yen flüchten. Und das obwohl beide Staaten wesentlich höher als Europa verschuldet sind.

   Dagegen hat die EZB bis dato gerade einmal für 90 Milliarden Euro Anleihen schwacher EU-Länder aufgekauft. Würde die EZB ähnliche Maßnahmen wie in Japan oder den USA ergreifen und massiv Euro-Staatsanleihen in Höhe von tausenden Milliarden Euro aufkaufen, wird sich die Euro-Finanzkrise sofort beruhigen. Die xxx Vermögensverwaltung ist der Meinung, dass dies die sinnvollste Maßnahme ist, die Angst vor Staatsbankrotten in Europa zu beseitigen.

   Selbstverständlich müsste die EZB auf einen Teil der Rückzahlungen dieser Schulden verzichten. Ein Zitat noch: "Entweder wird die Weltwirtschaft künftig dauerhaft mit frischer Liquidität versorgt oder wir erleben eine Depression ähnlich der 30er Jahre."

Man möge mir nun verzeihen: ich selbst denke, dass wir weltweit ein massives Geld-Entwertungsproblem haben werden und wir die aktuellen Probleme noch sehr lange vor uns hertragen – aber deshalb ist es genau falsch, noch mehr billiges Geld in den Markt zu pumpen. Das Argument Liquidität kann nicht mehr alleine stehen. Lassen wir lieber doch mal die Gesetze der Marktwirtschaft gelten. Es gibt nun mal Pleiten – auch von Staaten. Aber bitte doch nicht meinen, dass die EZB mit weiteren Milliarden ein Fass ohne Boden bekämpfen kann.

Ich finde solche PMs interessant. Das einzige was mich etwas mutlos macht, ist die Tatsache, dass diese von einem Vermögensverwalter kommt. Ich hätte mir gewünscht, vielleicht auch ein paar Lösungen für den Privatanleger darin zu lesen (Investmentquote in Gold, oder anderes..) Na denn, warten wir auf die EZB und alles wird gut (sagt ja immer Nina Ruge…)

take Care,

Euer Goldfinger

P.S. Eine  einheitliche europäische Ratingagentur wäre auch schon mal ein guter Vorschlag für die aktuellen Probleme…


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