Im Fokus Rohöl: Wie geht die Rohstoff-Story weiter?

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Ungeachtet der weiterhin sehr schwachen US-Wirtschaft und der nach wie vor akuten Finanznöte im Süden Europas sind die Aktienmärkte zuletzt wieder nach oben gestrebt. Ebenso der Preis für das „schwarze Gold“. Laut der jüngsten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters ist die Ölproduktion von Saudi-Arabien im vergangenen Monat Juni um 450.000 Barrel pro Tag gestiegen. Insgesamt wird die Produktion der zwölf OPEC-Staaten im Juni auf 9,45 Millionen Barrel pro Tag geschätzt, so die Umfrage. Dieser Wert läge unter dem Niveau vor der Libyen-Krise.

Die Internationale Energieagentur hatte zuletzt angekündigt, 60 Millionen Barrel Rohöl aus strategischen Reserven am Markt anzubieten. Die Kritik, die IEA würde den Preis bewusst drücken wollen, ist damit nicht mehr ganz so gewichtig. Denn die aktuelle Produktionsanalyse der OPEC scheint ebenfalls darauf hinzudeuten, dass nach wie vor ein temporärer Mangel an Rohöl am Markt kompensiert werden sollte. In wie weit sich das auf den Preis für Rohöl in den kommenden Wochen auswirkt, bleibt abzuwarten.

Aus charttechnischer Betrachtung ergibt sich derzeit folgendes Bild: Der Ölpreis befand sich in den letzten Wochen auf Konsolidierungskurs, was die bereits in der Vergangenheit sehr enge Korrelation zu den Aktienmärkten einmal mehr bestätigt. Bis Mitte 2008 kletterte der Preis für die Sorte Brent im Einklang mit den Aktienkursen bis auf sein historisches Hoch. Am 05. Juli 2006 notierte Brent bei 104,04 Dollar, am 05. Juli 2007 nach einer zwischenzeitlichen Korrektur bis auf rund 75 Dollar bei 97,77 Dollar. Ein Jahr später, am 04. Juli 2008, lag der Preis bei 168,68 Dollar. Nur wenige Tage später wurde das Rekordhoch bei knapp 172 Dollar erreicht.

Von hier aus begann ab Mitte 2008 im Zuge der Finanzkrise eine massive Abwärtsbewegung. Ein Doppelboden mit Tiefs bei jeweils gut 50 Dollar im Dezember 2008 und im Februar 2009 leitete von hier aus jedoch die Wende ein. Am 03. Juli 2009 notierte Brent bei 72,01 Dollar. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg bis auf gut 89 Dollar kam es zu einer ausgedehnten Konsolidierung. Am 05. Juli 2010 lag der Preis bei 69,31 Dollar. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang der Ausbruch über das Hoch vom Mai letzten Jahres, womit ein dynamischer Anstieg eingeleitet wurde.

Im Hoch kletterte der Ölpreis Ende April bis auf bei 124,85 Dollar, bevor ein Doppeltop mit zwei markanten Hochs im April eine scharfe Korrektur bis auf ein Tief bei gut 103 Dollar einleitete. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung bis auf knapp 120 Dollar kam es zu einem erneuten Rücksetzer, bei dem das Tief von Anfang Mai bei gut 103 Dollar erfolgreich getestet wurde.

Damit könnte es nun aus charttechnischer Sicht zu einer weiteren Aufwärtsbewegung kommen. Wird das jüngste Erholungshoch bei knapp 120 Dollar überwunden, könnte dies einen Angriff auf das Jahreshoch bei knapp 125 Dollar nach sich ziehen. Investoren, die von einem weiteren Preisanstieg ausgehen, können mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE6A2U) an dieser Entwicklung partizipieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,07, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 81,72 Dollar.

Fällt der Ölpreis hingegen unter das Korrekturtief von Ende Juni bei gut 102 Dollar zurück, könnte es charttechnisch betrachtet zu einem weiteren Rückgang in Richtung 90 Dollar kommen. Anleger, die sich eher dieser Meinung anschließen, können diese Meinung mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE6A3M) in ein Investment umsetzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 4,57, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 138,75 Dollar. Anleger sollten bei einem Engagement stets das Währungsrisiko beachten.

Stand: 08.07.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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