Mal wieder was zum Thema Flucht in Sachwerte…

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Zwei interessante Mails gingen gestern bei mir ein. Eine Umfrage und eine Studie. Eigentlich haben Sie auf dem ersten Blick nichts gemeinsam, wenn man aber dann mal darüber nachdenkt – dann schon, wie ich finde. Aber ich möchte das Fazit dem Leser überlassen…

Die erste Mail ist eine Umfrage mit dem Titel „Anleger fliehen in Sachwerte“. Das ist soweit ja nichts Neues.

Mehr als die Hälfte der Deutschen hält ein Investment in Sachwerte für den besseren Vermögensschutz als die Geldanlage in Aktien, Anleihen oder Lebensversicherungen. Neben den klassischen Sachwerten Immobilien und Gold würden die Deutschen dabei ihr Geld am ehesten auch in Kunstwerke (mehr als jeder fünfte) oder Oldtimer (gut jeder zehnte) investieren. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.000 Personen in Deutschland im Auftrag des unabhängigen Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner.

Die zweite Mail beinhaltete eine EBS-Studie:

Im Zusammenhang mit den aktuellen regulatorischen Veränderungen hat das PFI Private Finance Institute der EBS Business School im Frühjahr 2011 erstmalig Bankberater in einer umfassenden Studie zu ihrem Beratungsalltag befragt. In Bezug auf das Produktinformationsblatt PIB fällt positiv auf, dass 89% der befragten Berater in ihren Kreditinstituten im Befragungszeitraum, und damit vor der gesetzlichen Verpflichtung, bereits für alle oder zumindest einige Produktkategorien über entsprechende Produktinformationsblätter verfügen.

Die Akzeptanz der PIBs bei den Anlageberatern ist mit 97% ausgesprochen hoch. So griffen im Befragungszeitraum bereits 74% der Berater grundsätzlich und 23% fallweise auf die seitens ihres Kreditinstituts bereitgestellten Informationsblätter zurück und gaben ihren Kunden entsprechendes Hintergrundwissen als „Beipackzettel“ zum Finanzprodukt mit. Anders als bei weiteren regulatorischen Neuerungen des AnsFuG wird auch der Einfluss des PIB auf die Beratungsqualität bei Banken im Allgemeinen zu 67% positiv bewertet. Weitere 61% der Berater sehen darüber hinaus durch Produktinformationsblätter auch positive Effekte auf ihren persönlichen Beratungsalltag.

Nun das große Aber:

Während bankseitiges Angebot und die Nutzung der Produktinformationsblätter durch die Anlageberater sehr positiv auffallen, bleibt die Frage nach den Vorteilen für die Kunden. Schließlich ist es das erklärte Ziel des Gesetzgebers, den Anlegerschutz zu verbessern und mehr Transparenz bei Finanzprodukten zu schaffen.

Gerade hier zeigt sich jedoch ein sehr differenziertes Bild. So geht mit 55% die Mehrzahl der befragten Berater nicht davon aus, dass durch das PIB die Anlageentscheidung des Kunden vereinfacht wird. Die Bewährungsprobe von Produktinformationsblättern auf Kundenseite steht damit noch aus.

Tja.. soviel zum Thema Anlegervertrauen und warum der eine oder andere dann doch in Sachwerte investiert.

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