Im Fokus DAX: Hält die 7.000er-Marke?

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In einer Phase, in der Unternehmensnachrichten dünn gesät sind bestimmen die täglichen Wasserstandsmeldungen bezüglich der weiteren Zukunft Griechenlands derzeit das Geschehen an den Börsen. Die Kursausschläge bleiben hoch, die Konsolidierung weitete sich zuletzt aus. Dabei fiel der DAX kurzzeitig sogar knapp unter die runde 7.000er-Marke zurück.

Ein Blick auf die Entwicklung von Europas wichtigster Volkswirtschaft könnte mittelfristig aber durchaus weitere Kurssteigerungen realistisch erscheinen lassen. Denn einiges scheint darauf hinzudeuten, dass der Aufschwung längerfristig anhalten könnte. So hob das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut in der vergangenen Woche seine Wachstumsprognose kräftig an.

Wie das HWWI mitteilte, sagen die Wirtschaftsforscher für das laufende Jahr nun ein Wachstum von 3,5% voraus, nachdem sie bislang von einem Anstieg um 2,3% ausgegangen waren. Für 2012 rechnen sie mit einem Plus von 2,2%. Die Erholung finde auf einer breiten Basis statt und die binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien derart günstig, dass sich eine Fortsetzung des Aufschwungs erwarten lasse, so das HWWI in seiner Studie. Weil die Unternehmen die Beschäftigung weiter erhöhen wollen, rechnen die Forscher damit, dass mit steigenden Einkommen auch der private Konsum weiter zunehmen wird.

Momentan scheinen die langfristig guten Perspektiven der deutschen Wirtschaft an den Märkten kaum eine Rolle zu spielen. Aus rein charttechnischer Betrachtung zeigt die Richtung trotz der derzeit anhaltenden Konsolidierung langfristig aber weiter nach oben. Nach dem Bullenmarkt zwischen 2003 und 2007 hatte die Finanzkrise für einen massiven Einbruch gesorgt. Am 14. Juni 2006 notierte der Index bei 5.306 Zählern, am 14. Juni 2007 bei 7.849 Punkten. Nachdem er Mitte Juli 2007 sein Allzeithoch bei 8.152 Punkten markiert hatte, drehte der Index Ende 2007 erneut bei gut 8.100 Zählern nach unten ab und leitete mit einem Doppeltop den folgenden Abschwung ein.

Am 13. Juni 2008 lag der Index bei 6.765 Stellen und erreichte im März 2009 seinen Tiefstand bei 3.589 Zählern. Von hier aus startete der DAX eine kräftige Aufwärtsbewegung. Am 12. Juni 2009 stand der Index wieder bei 5.069 Punkten, bis zum 14. Juni 2010 stieg er weiter bis auf 6.125 Punkte. In der Folge kam es zu einer ausgedehnten Konsolidierung, die mit dem Anstieg über die Widerstandszone zwischen 6.300 und 6.400 Zählern im Oktober letzten Jahres beendet wurde. Nach dem Ausbruch kletterte der DAX ohne größere Korrekturen weiter bis auf ein Hoch bei 7.442 Punkten Mitte Februar.

Mitte März sorgte die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan für eine massive Korrektur. Dabei fiel der DAX zeitweise knapp unter die Marke von 6.500 Punkten zurück, drehte aber im Bereich der 200-Tage-Linie nach oben und startete eine dynamische Erholung. Dabei wurde das Hoch vom Februar bei 7.442 Zählern übersprungen: Anfang Mai kletterte der deutsche Leitindex mit 7.600 Punkten auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren, schwenkte in der Folge aber erneut in eine ausgedehnte Konsolidierung ein. Dabei fiel der Index kurzzeitig knapp unter die runde 7.000er-Marke zurück, konnte sich von hier aus aber stabilisieren.

Kann der DAX nun die charttechnische Widerstandszone im Bereich von 7.250 Punkten überspringen, könnte die Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen werden. In diesem Fall könnte es zu einem Angriff auf das Jahreshoch bei 7.600 Punkten kommen. Risikobereite Investoren könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE22Y9) auf weiter steigende Kurse spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,44, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 5.200 Indexpunkten.

Wird hingegen das jüngste Tief bei 6.992 Punkten unterschritten, könnte dies aus charttechnischer Sicht zunächst einen Test der 200-Tage-Linie bei 6.922 Zählern nach sich ziehen. Darunter könnte sich weiteres Korrekturpotenzial eröffnen. Auf fallende Notierungen könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE5LTV) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,29, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 9.180 Punkten.

Stand: 15.06.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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