Im Fokus DAX: Leitindex auf Abwegen?

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Die Zahlen-Saison für das erste Quartal 2011 ist nun endgültig vorüber. Negative Überraschungen gab es  nur wenige. Und dennoch ist von Euphorie an den Märkten aktuell wenig bis gar nichts zu spüren. Denn nach wie vor belastet die europäische Schuldenkrise die Börsianer. Doch wenn man diese Herausforderungen zur Seite schiebt und den Blick auf das Wesentliche richtet, könnte es einem als Anleger warm ums Herz werden. Denn die nackten Wirtschaftsdaten zeigen durchaus auf, dass der deutsche Konjunkturmotor derzeit mehr als rund läuft.

Denn die deutsche Wirtschaft hat zu Jahresbeginn 2011 das kräftigste Wachstumstempo seit der Wiedervereinigung erreicht. Zu dem beeindruckenden Plus von mehr als 5% im Vorjahresvergleich haben sowohl die starken Exporte, aber auch die anziehenden Investitionen in Maschinen und Bauten beigetragen. Der private Konsum, der in den letzten Jahren stets nur schleppend vorankam, lag zu Jahresanfang knapp 2% höher als vor Jahresfrist. Kurz um: Das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsprodukts von Anfang 2008 wurde damit bereits schneller wieder erreicht als von vielen Experten erwartet wurde. Zumal auch in den kommenden Monaten die

deutsche Wirtschaft weiter expandieren dürfte, wenn man den vielen Experten Glauben schenken mag. Der Aufwärtstrend der Konjunktur scheint also intakt zu sein. Lässt sich das dann auch automatisch vom DAX® sagen?

Trotz der aktuellen Konsolidierung befindet sich der DAX® derzeit rein charttechnisch gesehen weiter in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Nach dem Bullenmarkt zwischen 2003 und 2007 war es im Zuge der Finanzkrise zu einer massiven Abwärtsbewegung gekommen. Am 30. Mai 2006 notierte der Index bei 5.622 Zählern, am 30. Mai 2007 bereits bei 7.883 Punkten. Nachdem er im Juli 2007 sein Allzeithoch bei 8.152 Punkten markiert hatte, drehte der Index Ende 2007 erneut bei gut 8.100 Zählern nach unten ab und leitete mit einem Doppeltop den folgenden Abschwung ein. Am 30. Mai 2008 lag der DAX® noch bei 7.097 Stellen. Seinen Tiefstand erreichte er im März 2009 bei 3.589 Zählern.

Von hier aus startete der DAX® eine kräftige Aufwärtsbewegung. Am 29. Mai 2009 stand der Index bei 4.941 Punkten und stieg bis zum 28. Mai 2010 wieder bis auf 5.946 Punkte. Nach einer ausgedehnten Konsolidierung setzte sich im Herbst letzten Jahres der Anstieg fort. Bis Mitte Februar kletterte der DAX® zunächst ohne größere Korrekturen weiter bis auf ein Hoch bei 7.442 Punkten, bevor die Katastrophe in Japan Mitte März für eine massive Korrektur sorgte.

Dabei fiel der DAX® zeitweise knapp unter die Marke von 6.500 Punkten zurück, drehte aber im Bereich der 200-Tage-Linie nach oben und startete eine dynamische Erholung. Dabei wurde das Hoch vom Februar bei 7.442 Zählern übersprungen und der deutsche Leitindex kletterte Anfang Mai mit 7.600 Punkten auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Von hier aus kam es zu einer erneuten Korrektur bis auf ein Tief bei unter 7.100 Zählern.

Von hier aus könnte sich nun aus rein charttechnischer Sicht die langfristige Aufwärtsbewegung fortsetzen. Gelingt der Sprung über die Widerstandszone im Bereich von 7.250 Punkten, könnte es zu einem weiteren Anstieg in Richtung des Jahreshochs bei 7.600 Zählern kommen. Risikobereite Investoren könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE22Y9) auf steigende Kurse spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,25, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 5.180 Indexpunkten.

Wird hingegen die runde 7.000er-Marke unterschritten, könnte dies charttechnisch betrachtet zunächst weiter nachgebende Notierungen nach sich ziehen. Unterstützung könnte für diesen Fall die 200-Tage-Linie bieten, die derzeit bei circa 6.855 Zählern verläuft. Auf fallende Notierungen könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE5LTU) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,73, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 9.100 Punkten.

Stand: 01.06.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und die enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden. DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG. Die genannten Wertpapiere werden in keiner Weise von der Deutsche Börse AG gefördert, herausgegeben, verkauft oder beworben.


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