Im Fokus Rohöl: Wie geht’s nach der Korrektur weiter?

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Eine anscheinend wieder etwas schwächelnde US-Wirtschaft sowie die erneut stark aufkommenden Sorgen um die EU-Schuldenproblematik und eine damit verbundene potenzielle Pleite Griechenlands haben zuletzt auch dem Preis für Rohöl zugesetzt.

Zuvor war die Ratingagentur Fitch den Kollegen von S&P gefolgt und hatte die Bonität des Helenen-Staates um drei Stufen auf B+ gesenkt. Mit dieser Maßnahme hatten möglicherweise doch nicht alle am Markt gerechnet. Sie zeigt aber zugleich, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall des Landes gestiegen sein könnte.

Zudem gab es in den letzten Tagen auch aus Spanien nicht gerade positive Nachrichten. Die dortigen Massenproteste anlässlich der Regionalwahlen und der miserablen Wirtschaftslage bereiten ebenfalls vielen Investoren immer größere Sorgen. Denn sollte es passieren, dass auch Spanien unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen müsste, würde dieses vielleicht nicht nur innerhalb Europas zu einer wirtschaftlichen Zerreißprobe führen. Ein weiterer Verlierer könnte der Ölpreis sein, da die Nachfrage nach dem „schwarzen Gold“ dann zurückgehen könnte.

Aus charttechnischer Betrachtung befindet sich sich der Ölpreis trotz der jüngsten Korrektur weiter in einer langfristigen Aufwärtsbewegung. Bis Mitte 2008 kletterte der Preis für die Sorte Brent im Einklang mit den Aktienmärkten bis auf sein historisches Hoch. Am 24. Mai 2006 notierte Brent bei 102,60 Dollar, am 24. Mai 2007 nach einer zwischenzeitlichen Korrektur bei 95,95 Dollar. Ein Jahr später, am 23. Mai 2008, lag der Preis bei 158,80 Dollar, bevor es zum finalen Anstieg auf das Rekordhoch bei knapp 174 Dollar im Juli 2008 kam.

Mit der Finanzkrise begann ab Mitte 2008 eine massive Abwärtsbewegung. Ein Doppelboden mit Tiefs bei jeweils gut 52 Dollar im Dezember 2008 und im Februar 2009 leitete von hier aus jedoch die Wende ein. Am 22. Mai 2009 notierte Brent bei 70,01 Dollar. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg bis auf bei 91 Dollar kam es zu einer ausgedehnten Konsolidierung. Am 24. Mai 2010 lag der Preis bei 70,99 Dollar. Kurz vor dem Jahreswechsel gelang der Ausbruch über das Hoch vom Mai letzten Jahres, mit dem ein dynamischer Anstieg eingeleitet wurde.

Im Hoch kletterte der Ölpreis Ende April bis auf ein Hoch bei 126,66 Dollar, ein Doppeltop mit zwei markanten Hochs im April leitete jedoch eine scharfe Korrektur bis auf ein Tief bei rund 105 Dollar ein. Nach einer Erholung bis auf gut 118 Dollar pendelte der Preis zuletzt in einer relativ engen Range seitwärts. Ein Anstieg über die Marke von 113 Dollar könnte aus charttechnischer Sicht kurzfristig weiter steigende Notierungen nach sich ziehen. Über dem jüngsten Erholungshoch bei gut 118 Dollar könnte es zu einem Angriff auf das Jahreshoch kommen. Risikobereite Investoren, die einen weiteren Preisanstieg erwarten, könnten darauf mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE6A2U) spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,22, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 82,00 Dollar.

Fällt der Ölpreis hingegen unter 108 Dollar zurück, könnte dies charttechnisch betrachtet zunächst weiter nachgebende Notierungen zur Folge haben. Unter dem jüngsten Korrekturtief bei 105 Dollar könnte es zu einem Test der runden 100er-Marke kommen. Spekulative Anleger, die mit fallenden Preisen rechnen, könnten darauf mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE6A3M) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,91, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 140,00 Dollar. Anleger sollten bei einem Engagement stets das Währungsrisiko beachten.

Stand: 27.05.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

 
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