Im Fokus ThyssenKrupp: Geht der Aufwärtstrend in die nächste Runde?

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ThyssenKrupp bezeichnet sich selbst als einen „integrierten Werkstoff- und Technologiekonzern“ und sagt weiter über sich, dass er sein Portfolio kontinuierlich optimiert, um die Ertragskraft und den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Dies scheint zu gelingen, wenn man die jüngsten Quartalszahlen des DAX®-Konzerns betrachtet.

Die wesentlichen Kennzahlen für das erste Halbjahr 2010/2011 (01. Oktober 2010 – 31. März 2011) wurden vom Markt sehr positiv aufgenommen. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem ersten Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres um 22%. Der Umsatz nahm um 21% zu, das EBITDA erreichte 1,577 Mrd. Euro, gegenüber 1,305 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,80 auf 0,89 Euro und übertraf mit 0,58 Euro im zweiten Quartal das Vorquartal signifikant um 29%.

Kurzum: Der Konzern scheint wieder auf dem richtigen Weg zu sein, zumal der Vorstand angekündigt hat, Maßnahmen durchzuführen, um in den nächsten Jahren sowohl ein umfangreiches Investitionsprogramm umzusetzen als auch die Konzernschulden abzubauen. So etwas dürfte an den Börsen gut ankommen.

Der Blick auf die langfristige Kursentwicklung zeigt allerdings die starke Konjunkturabhängigkeit. Während der letzten Haussephase kletterte die ThyssenKrupp-Aktie stetig gen Norden. Am 23. Mai 2006 notierte sie bei 25,93 Euro, am 23. Mai 2007 schon bei 42,94 Euro. Ende Oktober 2007 wurde das Allzeithoch bei 46,92 Euro erreicht. Am 22. Mai 2008 lag der Kurs noch bei 44,05 Euro, nachdem er wenige Tage zuvor knapp unter dem Rekordhoch nach unten gedreht hatte.

Im Zuge der Krise ging es mit der Notierung massiv bergab. Im Oktober 2008 sank der Kurs bis auf ein Tief bei 11,71 Euro. Knapp über diesem Niveau – bei 12,22 Euro – drehte die Aktie im März 2009 nach oben und formte einen Doppelboden aus, der die Wende einleitete. Am 22. Mai 2009 notierte die ThyssenKrupp-Aktie wieder bei 17,14 Euro und setzte ihren Anstieg auch in der Folge fort. Anfang Januar 2010 kletterte der Kurs im Hoch bis auf 28,24 Euro, bevor es zu einer Korrektur kam. Am 21. Mai 2010 lag die Notierung bei 21,435 Euro. Das Tief wurde Anfang Juli bei 19,675 Euro erreicht.

Von hier aus zog der Kurs wieder an und stieg kurz vor Weihnachten bis auf 32,315 Euro, bevor es erneut zu einer ausgedehnten Konsolidierung kam. Das Tief wurde dabei im Zuge der Japan-Korrektur Mitte März bei 26,34 Euro erreicht. Mit der anschließenden Aufwärtsbewegung gelang kürzlich der Ausbruch über das Hoch vom Dezember. In der Spitze kletterte die Aktie bis auf 33,975 Euro.

Nach dem Anstieg auf den höchsten Stand seit September 2008 könnte sich rein charttechnisch betrachtet weiteres Potenzial bis in den Bereich um 37 Euro eröffnen. Risikobereite Investoren, die weiter steigende Notierungen erwarten, könnten darauf mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE5KMA) spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,6, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 24,35 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter die Zone zwischen 31 und 31,50 Euro zurück, könnte es aus charttechnischer Sicht zunächst zu einer Korrektur in die Region um 28 Euro kommen. Auf einen Kursrückgang könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DB47HH) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,4, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 39,15 Euro.

Stand: 25.05.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

 
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1 KOMMENTAR

  1. Nicht nur ThyssenKrupp, sondern der gesamte Stahlsektor ist recht günstig bewertet. Viele Unternehmen haben hier noch gar keine steigenden Kurse gesehen, was allerdings der Umsatzerholung nicht gerecht wird. Diese Unternehmen sind es wirklich Wert einmal angesehen zu werden.

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