Im Fokus Gold: Zurück zur alten Stärke?

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In den vergangenen Wochen wurde viel über Rohstoffe, speziell über die Edelmetalle Gold und Silber unter Anlegern und in den Medien gesprochen. Der Mini-Crash Anfang Mai hatte dazu geführt, dass viele Investoren verunsichert waren bezüglich der langfristigen Rendite von Gold – dabei hat sich an der fundamentalen Situation und dem Umfeld des glänzenden Edelmetalls eigentlich nicht viel in diesen Wochen verändert.

Denn nach wie vor kämpft Europa mit seiner Schuldenproblematik – speziell in Griechenland und Portugal. Gerade das letztere Land muss mit einer Summe von über 78 Mrd. Euro finanziell unterstützt werden, um nicht zahlungsunfähig zu werden. Ebenso das Thema Inflation. Die steigenden Teuerungsraten innerhalb der EU und in anderen Teilen der Welt könnte Wasser auf die Mühlen von Gold-Investoren sein.  Man denke auch an die jüngsten Daten aus China, wo die Teuerungsrate im April mit 5,3 % einmal mehr höher als erwartet ausgefallen war.

Mittel- bis langfristig scheint  es also eigentlich genügend Gründe zu geben, dass Gold seinen Weg gen Norden weiter fortsetzen könnte, da viele Anleger das Metall weiterhin als (inflations)sicheren Hafen ansehen. Aus charttechnischer Perspektive kann Gold folgendermaßen betrachtet werden:

Seit der Jahrtausendwende befindet sich der Goldpreis in einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung. Am 16. Mai 2006 notierte er bei 674,00 Dollar, am 16.Mai 2007 bei 661,85 Dollar. Ein Jahr später, am 16. Mai 2008, lag der Preis bei 899,60 Dollar, nachdem er im März 2008 kurzzeitig über die runde 1.000er-Marke geklettert war. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang bis auf rund 680 Dollar stand der Goldpreis am 15. Mai 2009 wieder bei 931,20 Dollar.

Im Oktober 2009 gelang dem Preis für die Feinunze dann der nachhaltige Ausbruch über die runde Marke von 1.000 Dollar, woraufhin es in der Folge zu einem weiteren dynamischen Anstieg kam. Am 14. Mai 2010 lag der Goldpreis bereits bei 1.229,00 Dollar. Unter Schwankungen setzte sich der Anstieg auch im weiteren Jahresverlauf fort. Dabei kletterte das gelbe Edelmetall bis Anfang Dezember letzten Jahres auf einen vorläufigen neuen historischen Höchststand bei gut 1.431 Dollar.

Bis Ende März bewegte sich der Goldpreis per Saldo seitwärts. Dabei wurde das Hoch vom Dezember zwar zeitweise überwunden, der Bereich zwischen 1.445 und 1.450 Dollar verhinderte zunächst allerdings einen weiteren Anstieg. Anfang April konnte die hartnäckige Widerstandszone jedoch klar überwunden werden. Daraufhin kletterte der Goldpreis bis Anfang Mai auf ein neues Allzeithoch bei 1.576,52 Dollar.

Mit der allgemeinen Schwäche an den Rohstoffmärkten kam es in der Folge zu einer scharfen Korrektur bis auf ein Tief bei 1.462 Dollar. Von hier aus konnte sich die Notierung stabilisieren und wieder in den Bereich von 1.500 Dollar vordringen. Gelingt der Sprung über das jüngste Erholungshoch bei knapp 1.527 Dollar, könnte es zu einem Angriff auf das Allzeithoch kommen. Darüber könnte sich aus charttechnischer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen. Risikobereite Investoren könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DB7TUR) auf weitere Preissteigerungen spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,49, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 1.091,40 Dollar.

Dreht der Goldpreis dagegen im Bereich der runden 1.500er-Marke nach unten, könnte dies charttechnisch betrachtet nochmals nachgebende Notierungen nach sich ziehen. In diesem Fall könnte es zunächst zu einem Test des jüngsten Korrekturtiefs bei 1.462 Dollar kommen. Spekulative Anleger, die mit fallenden Preisen rechnen, könnten darauf mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE5245) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,40, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 1.869,25 Dollar. Anleger sollten bei Engagements stets auch das Währungsrisiko beachten.

Stand: 18.05.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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