Im Fokus Silber: Wo ist der Boden?

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Es war für viele Anleger ein echter Schock. Das Wort „Crash“ wurde vielerorts verwendet, als eine der bisher größten Anlegergeschichten in 2011 in der vergangenen Woche innerhalb weniger Tage zeitweise um mehr als 30% einbrach: der Silberpreis.

Zuvor war der kleine Bruder des Goldes auf einer Welle des Erfolgs geschwommen und von einem Höchststand zum nächsten geklettert. Mit annähernd 50 Dollar markierte die Notierung sogar ein neues Allzeithoch. Fundamental gab es keinen Grund für diesen Kurseinbruch, denn die Silbernachfrage seitens der Industrie hat aktuell nicht abgenommen.

Experten führten den Preisrutsch vielmehr auf die Erhöhung der Sicherheitsleistungen für Terminkontrakte an diversen Warenterminbörsen zurück. Diese Zahlungen müssen Anleger als Sicherheit hinterlegen, wenn sie Silber auf Termin kaufen wollen. Die Frage, die sich nun viele Anleger stellen: Ist die Euphorie und die Rallye bei Silber nun vorbei oder nicht und wo ist der Boden?

Bis zum Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise bewegte sich der Silberpreis im Einklang mit den Aktienmärkten deutlich nach oben. Am 9. Mai 2006 notierte der Preis bei 14,40 Dollar, am 9. Mai 2007 bei 13,34 Dollar. Ein Jahr später, am 9. Mai 2008, lag der Preis bei 16,85 Dollar, nachdem er im März 2008 sein zwischenzeitliches Hoch bei 21,35 Dollar erreicht hatte. In der Folge kam es im Zuge der Wirtschaftskrise zu einem deutlichen Einbruch. Am 8. Mai 2009 stand der Silberpreis bei 13,98 Dollar, nachdem im Oktober 2008 das Tief bei 8,40 Dollar erreicht worden war.

Von hier aus begann eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Am 7. Mai 2010 lag der Silberpreis bereits wieder bei 18,33 Dollar. Nach einer längeren Konsolidierung im vergangenen Jahr brach die Notierung im September 2010 über die runde 20-Dollar-Marke nach oben aus und überwand kurze Zeit später auch das Hoch von 2008 bei 21,35 Dollar. Dem Ausbruch auf den höchsten Stand seit 30 Jahren folgte ein weiterer dynamischer Anstieg bis auf ein Hoch bei gut 31 Dollar Anfang Januar.

Nach einer kurzen Korrektur bis auf ein Tief bei gut 26 Dollar Mitte Februar kam es in der Folge zu einem dynamischen Anstieg. Dabei kletterte der Silberpreis ohne größere Korrekturen bis auf ein neues Allzeithoch bei 49,83 Dollar Ende April. Wenige Cents über dem alten Rekordhoch, das im Januar 1980 erreicht worden, setzte eine massive Korrektur ein, in deren Verlauf die Notierung in der vergangenen Woche bis auf 33 Dollar zurückfiel. An der Haltezone im Bereich von 33,50 Dollar konnte sich der Preis erst einmal stabilisieren.

Damit könnte sich aus charttechnischer Betrachtung von hier aus die langfristige Aufwärtsbewegung fortsetzen. Dabei könnte die Notierung zunächst wieder die runde 40-Dollar-Marke anvisieren. Risikobereite Investoren könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE3TLE) auf einen neuerlichen Anstieg spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 2,63, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 24,85 Dollar.

Fällt der Silberpreis hingegen unter sein jüngstes Tief bei 33 Dollar zurück, könnte sich die Korrektur  aus charttechnischer Sicht ausweiten. In diesem Fall könnte die Region um 30 Dollar Unterstützung bieten. Darunter könnte es zu einem weiteren Rückgang bis zum Jahrestief bei 26,36 Dollar kommen. Auf fallende Notierungen könnten spekulative Anleger mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE5ZAY) setzen. Der Hebel beläuft sich hier aktuell auf 3,7, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 46,50 Dollar. Anleger sollten bei einem Engagement stets auch das Währungsrisiko im Auge behalten.

Stand: 11.05.2011/ ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Vice President db x-markets

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