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Im Fokus: Royal Bank of Scotland meldet Rekordverlust – egal, Vater Staat greift ja wieder ein…

Das hat heute wirklich wieder einmal gesessen. Die Royal Bank of Scotland (RBS) wird wohl ein Minus von bis zu 28 Mrd. Pfund (31 Mrd. Euro) für das Jahr 2008 ausweisen. So gab die Bank es heute bekannt. Ein Blick auf die Verluste lohnt sich aber.

Denn nicht alle Milliarden haben was mit faulen Krediten zu tun. Hier sind es „nur“ 7 Milliarden. Die anderen 21 kommen zustande durch Goodwill-Abschreibungen im Zusammenhang mit der teilweisen Übernahme der niederländischen ABN Amro Bank im Jahr 2007.

Dennoch: Die Verluste sind keine Peanuts (wieder einmal ein „Hallo!“ an Herrn Ackermann 🙂 ). Das zweitgrößte britische Bankeninstitut hat damit immerhin den größten Verlust eines Unternehmens in der britischen Geschichte ausgewiesen. Zur Erinnerung: Der bisherige Rekordhalter ist Vodafone mit 22 Mrd. Pfund Miesen aus dem Jahr 2006. Nun könnte man boshaft sagen: Ist ja auch egal. Denn der Staat wird es schon richten. Ja genau. Denn die britische Regierung hat fast im gleichen Atemzug ein weiteres Hilfspaket für die Finanzbranche angekündigt. Und man will gleich mal eben den Staatsanteil an der RBS auf 70% erhöhen, hört man von der Insel. Da ist die deutsche Commerzbank direkt noch eine frei agierende Bank! Aktuell hält der britische Staat schon über 50% an der RBS.

Ich kann mich hier nur noch einmal den bisherigen Artikeln zu Bankaktien anschließen: Es gibt derzeit bestimmt andere „sichere“ Investments. Ach übrigens: Die RBS-Aktie verliert heute über 50%…


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