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Flash Crash des Euro? Rohstoffe verlieren zudem massiv an (Dollar)-Wert

[ad#Google Adsense XL-links]Georg Blaha spricht in der Börsen-Zeitung von einer Art Flash-Crash des Euro. Neben der nicht immer klaren Kommunikationslinie der EZB, die für Unsicherheit am Markt sorgte, weißt er auf zahlreiche weitere Faktoren hin:

Der ungewöhnlich deutliche Kursrutsch des Euro dürfte daher eher auf so etwas wie einen kleinen „Flash Crash“ zurückzuführen sein, bei dem verschiedene Faktoren zusammenwirkten: Euro-Anlagen wurden zwecks Gewinnmitnahmen verkauft, eine ausreichend große Zahl davon löste automatische Verkaufsorders aus, die wiederum andere Teilnehmer zum Abstoßen von Euro nötigten. Hinzu kamen schlechte Konjunkturdaten, die gestern die Risikoscheu an den Märkten anheizten, was dem Euro in den vergangenen zwei Jahren nie gut bekommen ist. Da die US-Notenbank Fed an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten wird, dürfte der Euro schon bald wieder zum Aufwärtstrend ansetzen.

Sollte Blaha Recht behalten, stehen uns bald also schon wieder ganz andere Dollarkurse bevor. An dieser Stelle sei auch auf aktuellen „Verwerfungen“ am Rohstoffmarkt eingegangen. Silber und Gold sind zuletzt deutlich von ihren Höchsständen zurückgekommen. Dies dürfte aber vor allem auf die schwierigen Rahmenbedingungen zurückzuführen sein. So wurde die zu hinterlegende Marge für Silber-Futures deutlich erhöht. Konkret erhöhte die Comex-Mutter CME die Sicherheitsleistung auf 14.000 von 12.000 Dollar je Terminkontrakt im Volumen von 5000 Feinunzen. Tendenz weiter steigend. Gleichzeitig will Indien bspw. Investitionen in börsennotierte Indexfonds (ETFs) auf Gold zu verbieten. Auf dem realen Markt wiederum wird diskutiert, ob Portugal seinen milliardenschweren Goldschatz „versilbert“. Und in Mexiko werden die Devisenreserven verringert und in knapp 100 Tonnen Gold getauscht. Also scheint den Spekulanten allmählich die Lust auf Gold und Silber genommen zu werden. Insofern sieht man da derzeit durchaus das „Platzen“ oder „Luftablassen“ einer Blase. Gleichzeitig stehen aber auf der realen Käuferseite die Staaten Schlange, ihre Währungen durch Edelmetalle wertstabiler und von der Dollar-Luftnummer unabhängiger zu machen. Insofern dürften Gold und Co. wieder an Wert gewinnen. Dollar und Euro dürfte von daher ihr aktuelles Verhältnis weiter halten – je nachdem welche Notenbank sich gerade wieder geäußert hat.


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