Die Amerikaner, das BIP, die Inflation und die deutschen Arbeitsplätze

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Guten Abend zusammen. Zunächst einmal sorry. Da schrieb ich heute morgen doch glatt, dass die BIP-Daten der USA morgen kämen. So ein Quatsch. Natürlich heute. Und sie waren gar nicht gut. Zusammengefasst: Im Schlussquartal 2008 ist das US-BIP noch stärker eingebrochen als erwartet. Minus 6,3%.

Und die Arbeitslosenquote? Die lag mal im Februar geschwind bei 8,1% – der höchste Stand seit 25 Jahren. Über 4,4 Millionen Jobs sind nun schon im Zuge der Wirtschaftskrise verloren gegangen. Aber die Amis bleiben tapfer – und pumpen noch mehr Geld in den Markt. Nächste Woche beispielsweise geht es um die Autoriesen GM und Chrysler. Wenn die nen solides Konzept vorlegen, machen sie Kasse auf Staatskosten. Über 22 Mrd. Dollar an neuen Krediten stehen an. Wow.

Und wir in Deutschland machen uns Gedanken, ob die Abwrackprämie „erweitert“ werden soll. Da kann ich nur mal wieder meinen Kumpel Ackermann zitieren. Peanuts. Aber wir sind Gott sei Dank nicht in den USA. Obwohl… Auf uns wird auch noch einiges zukommen. Heute kann man im Handelsblatt lesen: Heideldruck, Mahle, Thyssen-Krupp: Kurzarbeit kann die Flaute bei den Aufträgen inzwischen nicht mehr kompensieren. Nun stehen Zehntausende Arbeitsplätze auf der Kippe. Betroffen sind nicht nur die Autozulieferer, sondern auch die Stahlindustrie, die Metallverarbeitung und der Maschinen- und Anlagenbau.

Wenn man den Artikel liest, kann man schon nachdenklich werden… Auf der anderen Seite: Vielleicht haben ja die Amerikaner Recht. Genau in diesen Zeiten massig Geld in den Markt einpumpen. Dann ein bisschen Priese von Inflation und dann wieder den Nutzen daraus ziehen. Wie? ganz einfach. Die US-Regierung und die Fed sitzen de facto auf einem Riesenberg Schulden. Und dann machen wir einen auf Methode Island… Volkswirtschaft im Jahr 2009.


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