Japan: Der DAX vor dem Sprung?

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Seit 14 Tagen ist die (Börsen)welt nicht mehr die gleiche.

Eins ist sicher: Die Geschehnisse in Japan werden die Welt noch über Jahre hinaus beeinflussen.

(Ob die Welt daraus etwas langfristig lernt, da erlaube ich mir skeptisch zu bleiben).

Im heutigen Artikel versuche ich nach einer charttechnischen Einschätzung der Lage im DAX mögliche Szenarien aufzuzeigen. Dabei sollten Sie niemals aus den Augen verlieren, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt weder exakt informiert sind, wie sich die momentane Lage in Fukushima darstellt, geschweige denn auch nur ansatzweise erahnen können, wie sich die Situation schlussendlich auflösen wird.

Point & Figure –Charttechnik:

 DAX: Kursziel 8.900 Punkte

Der DAX hat wie fast alle Aktienindizes weltweit die Entwicklungen in Japan bis jetzt gut “verdaut”.

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Von einem Bärenmarkt ist hier weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen befindet sich der DAX seit Anfang Oktober 2010 in einem Point&Figure-Kaufsignal mit dem aktvierten und bestätigten vertikal berechneten Kursziel von 8.900 Punkten.

Ein erstes Verkaufssignal würde sich unter 6.400 Punkten ausbilden. Dabei ist zu beachten, dass die nächste Unterstützungszone bereits schon bei 6.200 Punkten liegt. Hier weist der DAX die aktuelle Hausseunterstützung im Point&Figure-Chart auf.

Das Fazit aus dem Point&Figure-Chart des DAX ist einfach zu ziehen:

Aktuell ist der DAX charttechnisch klar bullish zu bewerten.

Fundamentals: Ein Blick nach Japan

Das negative Szenario: Atom Super-GAU

Sollte es in Japan nun zu einem Super-GAU kommen und große Landflächen auf Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte radioaktiv stark kontaminiert werden, sind die Folgen dramatisch.

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Die japanische Industrie würde unter massiven Produktionsausfällen leiden. Die Nahrungsmittelherstellung wäre auf unabsehbare Zeit massiv beeinträchtigt.An einen Aufbau der zerstörten Regionen Japans wäre nicht zu denken. Sollte die Verstrahlung die dichtbesiedelten Gebiete betreffen, wären noch noch nicht einmal Evakuierungen möglich. Allein im Großraum Tokio leben 35 Millionen Menschen.

Im schlimmsten Fall würde Japan auf Dauer seinen Status als führende Industrienation verlieren.

Das positive (soweit man aktuell noch von positiv sprechen kann) Szenario

Sollte der Super-GAU abgewendet werden können, dürfte Japan trotz aller Schwierigkeiten wieder “Tritt fassen”. Zwar wird es  zu einer Rezession kommen, denn das Wirtschaftswachstum hat bereits jetzt schon einen massiven Dämpfer erhalten, doch sollten die Aufbauarbeiten langfristig eher zu einem Wirtschaftsschub führen. Der Energiehunger des Landes müsste erst einmal über konventionelle Energien gestillt werden. Hierbei wird das Problem der Verfügbarkeit in den Vordergrund rücken. Schließlich müssten die gesteigerten Gas- und Ölmengen importiert werden. Nicht umsonst hatte Japan in seiner Insellage auf die Atomkraft gebaut, um eben diese gigantischen logistischen Probleme des Imports so klein wie möglich zu halten. Also auch in diesem Szenario liegen noch bedeutende Stolpersteine.

Zum Abschluss dieses Artikels einige persönliche Worte:

Im Angesicht dieser bis jetzt schon gigantischen Katastrophe nüchtern und rational die Chancen an den Börsen abzuschätzen, fällt uns allen sicherlich nicht leicht. Aber Panik und irrationales Verhalten hat sich bis jetzt in keiner Krise bewährt. Ich finde es schon erstaunlich, wie gerade unsere Politiker dieses Verhalten vorexerzieren. Mit festem Blick auf die aktuell stattfindenden Wahlen werden hektisch Entscheidungen im Bereich der Atomenergie getroffen. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nie ein Freund der Atomenergie war. Ich erlaube mir aber direkt zu behaupten, dass sich erneut langfristig nichts ändern wird. Ich wünsche zwar, dass ich mich täusche, nehme aber noch Wetten an, dass in spätestens 6 Monaten niemand von unseren Politikern mehr vom Komplettausstieg sprechen wird. Dann wird nämlich wieder in den Vordergrund rücken, dass wir ja noch nicht einmal ein Endlager für die ganzen Brennstäbe haben. Tja, dumm gelaufen, meine Damen und Herren.

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Übrigens ziehen unsere europäischen Nachbarn eh bei einem schnellen Ausstieg aus der Kernenergie nicht mit. (Da fällt mir gerade ein, dass Aachen nur rund 80 km vom nächsten uralten belgischen Atomkraftwerk entfernt ist. Ein rein deutsche Ausstieg würde also zumindest meine Lage keineswegs ändern.)

Ihr Jörg F. Mahnert

www.XundO.info (alles rund um Point&Figure)


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