Semperit meldet Rekordergebnis – Gelingt jetzt der Kursausbruch?

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[ad#Google Adsense L-rechts]Semperit – unter diesem Namen kennen die meisten Deutschen eher die Reifenmarke aus dem Hause Continental. Dabei ist Semperit ein unabhängiger Kunststoffspezialist aus Österreich und gleichzeitig einer der ältesten Börsentitel an der Wiener Börse. Heute ist Semperit im österreichischen Leitindex ATX enthalten. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen auf medizinischen Handschuhen und Schutzhandschuhen (Sempermed), Schlauchsystemen für die Industrie (Semperflex), Förderbändern (Sempertrans) sowie Formartikeln aus Gummi und Kunststoff (Semperform). Die nun vorgelegten Zahlen machen deutlich, wie stark das Geschäft nach der Finanzkrise wieder läuft.

Geschäftsjahr 2010 bringt Rekordergebnis

Das Geschäftsjahr 2010 brachte für Semperit Rekordzahlen. Laut den vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz um 17,2 Prozent auf 689,4 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis EBIT verbesserte sich um 18,4 Prozent auf 82,4 Mio. Euro. Das Konzernergebnis wird bei 45,4 Mio. Euro gesehen, nach 38,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das EPS wiederum stieg demnach von 1,89 Euro auf 2,21 Euro. Semperit begründet die guten Ergebnisse einerseits mit deutlichen Steigerung von Absatz und Umsatz und andererseits mit 2009 gestarteten Kostensenkungsmaßnahmen.

Positiver Ausblick für 2011

Angesichts der guten Zahlen für 2010 zeigt man sich bei Semperit auch für das laufende Geschäftsjahr zuversichtlich. In der heutigen Pressemitteilung heißt es dazu: „Auf Basis der positiven Konjunkturprognosen und der starken Wettbewerbsposition erwartet das Management der Semperit Gruppe trotz weiterhin volatiler Rohstoffmärkte auch für 2011 eine zufriedenstellende Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis.“ Konkrete Zahlen sind dies nicht, dennoch sollte man die Einschätzung durchaus als positives Signal verstehen. Möglicherweise werden bei der Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse für 2010 am 22. März 2011 auch weitere Details für 2011 bekannt gegeben.

Gelingt jetzt der Kursausbruch?

Die Semperit-Aktie konnte in den vergangenen zehn Jahren eine positive Entwicklung erleben. So stieg der Kurs von um die 10 Euro im Februar 2001 auf bis zu 35 Euro in der ersten Jahreshälfte 2007. Durch die negativen Effekte der Finanzkrise fiel der Kurs zum Jahreswechsel 2008/2009 unter 12 Euro. Seither erholte sich der Kurs merklich und versuchte im Januar 2011 die 40-Euro-Marke zu knacken. Dort prallte der Titel jedoch ab und fiel bis auf 35,50 Euro zurück. Mit den guten Zahlen im Rücken hat die Aktie nun die Chance die 40-Euro-Marke nachhaltig zu übertreffen.

Fazit

Die erste Reaktion der Anleger auf die Zahlen ist verhalten ausgefallen. Ein Bremsfaktor ist der Wechsel an der Führungsspitze. Thomas Fahnemann, früherer Chef bei den österreichsichen Konzernen Lenzing und RHI, ersetzt künftig Rainer Zellner. Allerdings sollte Fahnemann recht zügig eigene Akzente setzen, so dass die gute Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt werden kann. Aus Anlegersicht ergibt sich bei einem Durchbruch der 40-Euro-Marke jede Menge Potenzial. Zwar ist die Aktie mit einem aktuellen KGV von knapp 18 nicht mehr ganz billig, aber auch noch längst nicht zu teuer.


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