Im Fokus: Nebenwerte-Fonds – die Chance mit kleinen Werten

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Im vergangenen Jahr entwickelten sich Nebenwerte besser als die großen Blue Chips. Und zwar weltweit. Einiges spricht dafür, dass Anleger im Zuge der konjunkturellen Erholung mit den Aktien aus der zweiten und dritten Reihe auch künftig höhere Gewinne einstreichen können als mit Standardwerten.

Nebenwerte hängen die Blue Chips ab

Das abgelaufene Jahr 2011 war ein gutes Börsenjahr. Die großen Standardwerte brachten Anlegern ordentliche Renditen. So verbuchte der Dow Jones ein Plus von 11% und der deutsche DAX verbesserte sich sogar um 16%.

Doch wie schon im Jahr 2009 konnten Anleger, die nicht nur auf Blue Chips, sondern auf Werte aus der zweiten Reihe gesetzt haben, noch deutlich höhere Gewinne erzielen. Beispielsweise verbuchte der MDAX, der Index für die mittelgroßen deutschen Unternehmen, im vergangenen Jahr ein sattes Plus von 35%. Der Smallcap-Index SDAX verzeichnete auf Jahressicht sogar einen Anstieg um rund 46%.

Diese Entwicklung lässt sich auch international beobachten. An der Wall Street verbesserte sich der S&P 400 Midcap Index im vergangenen Jahr ebenso wie der S&P Smallcap 600 Index um 25%. Dagegen kam der S&P 100, der Index der 100 größten US-Unternehmen, gerade einmal auf ein Plus von 10%.

Kleinere Unternehmen profitieren stärker vom Aufschwung

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Sie sehen, es lohnt sich, über den Tellerrand hinauszublicken und nicht – wie die meisten Anleger – ausschließlich auf Standardwerte zu setzen. Denn es spricht viel dafür, dass die Outperformance der kleineren Werte mittelfristig weiter anhalten wird.

Was zeichnet Nebenwerte aus? Die Unternehmen aus der zweiten Reihe verfügen häufig über eine sehr gute Position in stark wachsenden Nischenmärkten und sind aufgrund ihrer Spezialisierung oft sehr international ausgerichtet. Deshalb profitieren sie besonders von der wirtschaftlichen Dynamik der Schwellenländer. Und weil die kleineren Unternehmen unter dem Strich konjunktursensitiver sind und von der Krise teilweise heftiger getroffen wurden, schlägt sich die aktuelle wirtschaftliche Erholung bei ihnen nun auch stärker nieder als bei den großen.

Ein Blick auf die Zahlen belegt dies. In den vergangenen drei Jahren haben die im MSCI-World-Small-Cap-Index gelisteten Unternehmen den Gewinn je Aktie um 60% stärker gesteigert als jene, die im MSCI World vertreten sind. Da Nebenwerte stärker auf das verbesserte wirtschaftliche Umfeld reagieren, dürfte dieser Trend weiter anhalten. Mit einem KGV von gut 16 sind die Smallcaps zwar etwas höher bewertet als die im MSCI World gelisteten Unternehmen, die nur auf ein KGV von 14 kommen. Dafür glänzen die kleineren Unternehmen mit deutlich höheren Wachstumsraten. Setzt man die beiden Kennziffern zueinander ins Verhältnis, sind die Nebenwerte sogar günstiger bewertet.

Mit Fonds breit in Nebenwerte investieren

Der Traum vieler Kleinanleger, unter den Spezialwerten eine noch unentdeckte Perle früh zu finden und satte Kursgewinne einzustreichen, bevor der Rest der Welt erkennt, wie gut das Unternehmen wirklich ist, dürfte dennoch in den meisten Fällen ein Traum bleiben. Selbst Profis gelingt dies nur selten. Dank umfangreicher Recherchen und erfahrener Analystenteams haben sie in der Regel jedoch wesentlich bessere Voraussetzungen als Privatanleger, im nahezu unüberschaubaren Universum der Nebenwerte die richtige Auswahl zu treffen. Für die meisten Anleger sind Fonds daher ein probates Mittel, um in ihrem Depot an der positiven Entwicklung der kleineren Werte teilzuhaben.

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Während sich Standardwerte-Fonds meist stärker an dem jeweiligen Index orientieren, spielt bei Nebenwerte-Fonds das richtige „Stockpicking“ eine weitaus wichtigere Rolle. Die Fondsmanager sind in der Regel nicht an einen Index gebunden, sondern haben bei der Aktienauswahl weitgehend freie Hand. Dementsprechend schlägt sich die Qualität des Managements meist deutlicher in der Performance nieder. Hat es ein Manager über Jahre hinweg geschafft, überdurchschnittliche Ergebnisse zu erzielen, stehen die Chancen gut, dass ihm dies auch künftig gelingt. Die Fonds, die wir Ihnen heute vorstellen, haben ihre Qualität bereits über längere Zeit unter Beweis gestellt.

Der beste deutsche Nebenwerte-Fonds

Anleger, die mit Nebenwerten vom deutschen Wirtschaftsboom profitieren möchten, sollten sich den Allianz RCM Nebenwerte Deutschland, den langfristig besten deutschen Nebenwerte-Fonds, einmal näher anschauen. Auf Sicht von 10 Jahren schaffte der Fonds eine Wertsteigerung von 160%, was einer jährlichen Rendite von gut 10% entspricht. Gegenüber der Auflage im September 1996 verbesserte sich der Anteilswert des Allianz RCM Nebenwerte Deutschland um 345%, was einer durchschnittlichen Wertsteigerung von rund 11% pro Jahr entspricht.

Daneben überzeugt auch die Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit. Der Einbruch durch die Finanzkrise traf den Fonds zwar – ebenso wie das gesamte Nebenwerte-Segment – hart, seit dem Frühjahr 2009 klettert der Anteilswert aber wieder schwungvoll nach oben und hat seitdem um rund 140% zugelegt. Im Januar übersprang der Fonds sogar sein bisheriges Rekordhoch aus dem Jahr 2007.

Fokus auf die „größeren“ Nebenwerte

Der Schwerpunkt des Fonds liegt eindeutig auf den mittelgroßen deutschen Werten. So kommen derzeit neun der zehn größten Einzelpositionen aus dem MDAX. Am höchsten gewichtet sind aktuell die Aktien von Lanxess, EADS, Gea Group, Continental und MTU Aero Engines. Daneben ist auch der SDAX-Highflyer Delticom unter den Top Ten zu finden.

Fondsmanager Frank Hansen verteilt das Vermögen auf ungefähr 60 Werte. Dabei sind mehr als 90% des Fondsvermögens in Aktien investiert, die in den Auswahlindizes MDAX, SDAX und TecDAX gelistet sind. Mit dem starken Fokus auf die „größeren“ Nebenwerte ist der Allianz RCM Nebenwerte Deutschland ein solides Investment und eignet sich auch für vorsichtige Anleger, die vom Aufschwung deutscher Nebenwerte profitieren möchten.

 

 imageEntwicklung des Allianz RCM Nebenwerte Deutschland seit 2001 in Euro

International in Nebenwerte investieren

Der zweite Fonds, den wir Ihnen vorstellen, investiert international in Nebenwerte: der Franklin Global Small-Mid Cap Growth. Im Performance-Vergleich steht der Fonds von Franklin Templeton in seinem Segment über drei und fünf Jahre an der Spitze. Trotz der Krise liegt der Anteilswert auf Sicht von drei Jahren mit rund 20% im Plus. Seit der Auflegung im April 2002 hat der Fonds eine Performance von über 120% vorzuweisen.

Fondsmanager Edwin Lugo gilt als Meister der kleinen Werte. Gemeinsam mit seinem Team sucht Lugo Unternehmen, die auf Sicht von fünf Jahren hohes Wachstum versprechen. Dabei schert sich der Manager nicht um seine Benchmark, den MSCI World Small Cap, sondern investiert in relativ wenige Werte, von denen er wirklich überzeugt ist.

Während andere Fondsmanager das Vermögen teilweise auf Hunderte Firmen verteilen, hält Lugo gerade einmal 35 bis 40 Titel in seinem Portfolio. Besonders attraktive Bewertungen sieht Lugo derzeit in Europa und Japan. 38% des Fondsvermögens sind aktuell in britischen Unternehmen investiert, japanische Werte liegen mit einem Anteil von 14% auf Platz 2. Dahinter folgen die USA mit 10% und Frankreich mit 8%. Die Top-Positionen sind Firmen, die den meisten Anlegern unbekannt sein dürften, wie McBride, Neopost oder Sankyo.

Obwohl Lugo nur in relativ wenige Werte investiert, hat sich der Fonds in der Krise besser gehalten als vergleichbare Fonds, die das Vermögen sehr viel breiter streuen. Dies und die gute Performance sprechen für das glückliche Händchen von Fondsmanager Edwin Lugo. Für Anleger, die international ins das Nebenwerte-Segment investieren möchten, ist der Franklin Global Small-Mid Cap Growth ein aussichtsreiches Produkt.


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