Before the Bell: DAX und US-Futures kommen nicht vom Fleck

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Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich nach dem gestrigen Höhenflug nicht mehr ganz so euphorisch. Zwar konnte der DAX im Handelsverlauf bei 7.322,61 Punkten ein neues Drei-Jahres-Hoch erzielt werden. Derzeit notiert der Index aber wieder deutlich niedriger. Der Euro kann sich in diesem Umfeld auf 1,3636 Dollar erholen.

Deutsche Produktion im Dezember rückläufig

Interessante Daten kamen heute von der deutschen Wirtschaft. Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe nahm laut BMWi im Dezember im Vergleich zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent ab. Im November war sie aufwärts revidiert um 0,6 Prozent zurückgegangen. Die Produktion in der Industrie veränderte sich kaum (-0,1 Prozent), wurde aber im Bauhauptgewerbe (-24,1 Prozent) witterungsbedingt stark gedrosselt. Innerhalb der Industrie steigerten die Produzenten von Investitionsgütern ihre Erzeugung um 3,3 Prozent, während die Hersteller von Vorleistungs- und Konsumgütern ihre Produktion um 3,1 Prozent bzw. 1,3 Prozent zurückfuhren. Schaut jedoch auf das Vorjahr zurürck ergeben sich deutlich positivere Daten: So überschritt die Produktion im Produzierenden Gewerbe im November/Dezember arbeitstäglich bereinigt den Vorjahreswert um 10,6 Prozent. Die Industrieproduktion lag um 12,7 Prozent über dem Stand von vor einem Jahr, während die Bauproduktion um 6,3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag.

Warner Music Group enttäuscht weiter

Enttäuschende Zahlen gab es heute von der Warner Music Group. Die US-Plattenfirma musste trotz Kostensenkungsmaßnahmen den Verlust ausweiten. So stieg der Verlust von 17 Mio. Dollar bzw. 11 Cents je Aktie auf nun 18 Mio. Dollar bzw. 12 Cents je Aktie an. Dabei sind im aktuellen Ergebnis negative Sondereffekte von 7 Cents je Aktie enthalten. Der Umsatz ging ebenfalls deutlich, um 14 Prozent auf 789 Mio. Dollar weiter zurück. Wie die gesamte Branche, leidet auch Warner Music unter dem Wandel hin zu digitaler Musik. Die Aktie der Warner Music Group schloss gestern bei 6,23 Dollar (+2,3 Prozent) und verliert vorbörslich 4 Prozent.

US-Futures leicht im Minus

Die Wall Street steht erneut ohne bedeutende Impulse vor einem ruhigen Handel. Wichtige Konjunkturdaten oder Quartalszahlen stehen heute nicht auf der Agenda. Als nachbörsliche Zahlen werden u.a. die Bilanzen von Atmel, Take-Two und Walt Disney erwartet. Besonders letztere Zahlen werden mit Spannung erwartet. Analysten erwarten einen Gewinnanstieg von 47 auf 56 Cents je Aktie. Der Umsatz wird bei 10,52 Mrd. Dollar gesehen, nach 9,74 Mrd. Dollar. Die US-Futures notieren aktuell leicht im Minus und sowohl S&P 500 als auch NASDAQ geben minimal nach. Der DAX in Frankfurt dagegen gewinnt derzeit 0,2 Prozent auf 7.295 Punkte.


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