American Express bringt die Kreditkartenblase zurück ins Gedächtnis

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Wir hatten ja schon vergangene Woche auf die hierzulande ebenfalls drohende Kreditkartenblase hingewiesen. Nun möchte aber nochmal den Blick über den großen Teich werfen. Dort hat gestern Branchenriese American Express mit der Meldung geschockt, dass sich im Februar 2009 die Ausfallrate bei US-Karteninhabern auf 8,7 Prozent erhöht hat. Im Januar 2009 hatte der Wert noch bei 8,3 Prozent und im Dezember 2008 bei 7,5 Prozent gelegen.

Als Hauptgrund für den Anstieg der Ausfallraten wird die deutlich gestiegene Arbeitslosigkeit angegeben. Man darf gespannt sein, wie das bei den Wettbewerbern MasterCard und Visa ausschaut, da es bei den Banken, die die Kreditkarten an die Endkunden weiterreichen, ebenfalls schon schlechte Nachrichten gibt.

Denn eine Entspannung bei den amerikanischen Verbraucherkrediten war nur kurz auszumachen. Die US-Notenbank Federal Reserve wies in ihrem Bericht am 6. März wieder einen Anstieg der Verbraucherkredite aus. So erhöhte sich das Volumen im Januar 2009 um 0,8 Prozent auf 2,564 Billionen Dollar. Für Dezember und November hatte sich jeweils ein revidierter Rückgang um 3,5 Prozent bzw. um 4,2 Prozent ergeben. Besonders die kurzfristigen Schulden, womit vor allem auch Kreditkartenschulden gemeint sind, erhöhten sich im Januar um 1,2 Prozent auf 961,3 Mrd. Dollar.

Damit liegt der Januar zwar unter dem Septemberhoch von 976,7 Mrd. Dollar, aber dennoch auf einem zu hohen Niveau – angesichts der Rezession, die sich von Monat zu Monat durch die US-Wirtschaft frisst. Interessant ist übrigens hierbei der Langzeitvergleich, wofür die Fed ebenfalls Daten seit 1943 anbietet. Während die erste Billion im Januar 1995 erreicht wurde, wurde die zweite Billion bereits im März 2003 erreicht. Das Allzeithoch von 2,584 Billionen Dollar wurde dann im September 2008 erreicht.


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