D-A-CH Rundschau: DAX schließt kaum verändert, Wienerberger belastet ATX, SMI gibt leicht nach

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Die Aktienmärkte konnten sich angesichts der unklaren Lage in Ägypten nicht so recht vom Fleck bewegen. Auch die EZB-Entscheidung, die Zinsen nicht zu verändern und auch die Inflation derzeit nicht als Gefahr zu sehen, konnte den Märkten keinen Auftrieb verleihen. Auch die US-Konjunkturdaten brachten kein neuen Impulse. Der Ölpreis blieb auch heute über der 100-Dollar-Marke. Indes konnte der Euro sich nicht mehr über der Marke von 1,37 Dollar halten und fiel auf 1,3656 Dollar bzw. 1,2886 CHF.

DAX verzeichnet leichtes Plus

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der DAX schloss bei 7.193,68 Punkten (+0,14 Prozent). Das Jahreshoch blieb damit erneut unverändert. Größter Gewinner war MAN (+1,8 Prozent), nachdem gestern Scania ordentliche Geschäftszahlen vorgelegt bleibt ein Zusammengehen mit MAN weiterhin offen. Daneben konnte auch die Deutsche Bank (+1,5 Prozent) deutlich zulegen. Hintergrund sind Aussagen von Vorstandschef Ackermann über das weitere Geschäft und die Bankenabgabe.

Ebenfalls fester konnten heute BMW (+1,5 Prozent), K+S (+1,3) und Fresenius Medical Care (+1,1 Prozent) tendieren. Auf der Verliererseite standen Fresenius (-0,9 Prozent), Henkel (-0,7 Prozent) und Deutsche Börse (-0,6 Prozent).

ATX gibt nach, Wienerberger deutlich schwächer

Auch in Österreich kamen die Märkte nicht so recht vom Fleck. Der ATX verlor 0,25 Prozent auf 2.931,25 Punkte. Größter Gewinner war Vienna Insurance (+2,2 Prozent), Voestalpine (+1,5 Prozent) und Semperit (+0,8 Prozent). Bei dem Versicherungskonzern sorgte die Meldung, dass man den Anteil am türkischen Sachversicherer Ray Sigorta von 84,3 auf 94,3 Prozent aufgestockt hat für Furore.

Am Ende des Index stand die Wienerberger-Aktie (-4,6 Prozent). Nach den deutlichen Zugewinnen gestern, belasteten Gewinnmitnahmen den Kurs heute erheblich. Daneben gaben auch Zumtobel (-3,3 Prozent) und bwin (-1,8 Prozent) deutlich nach. Die Bankwerte Erste Group und Raiffeisen gaben daneben ebenfalls rund ein Prozent nach.

SMI gibt leicht nach, Roche belastet

Der Schweizer Aktienmarkt musste am Donnerstag ebenfalls leichter notieren. Der SMI verlor 0,13 Prozent auf 6.544,91 Punkte. Größter Gewinner war der Luxusgütertitel Richemont (+1,4 Prozent), gefolgt von Swatch (+1,3 Prozent) und Actelion (+1,3 Prozent).

Am Ende des SMI standen Julius Bär (-1,7 Prozent), Roche (-1,5 Prozent) und Transocean (-1,5 Prozent). Das Indexschwergewicht Roche litt nach den gestrigen Zahlen unter zahlreichen Analystenherabstufungen und zog daher auch den Gesamtmarkt nach unten. Wettbewerber Novartis konnte dagegen 0,9 Prozent zulegen.