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D-A-CH Rundschau: Unruhen in Ägypten treiben Ölpreis und belasten Märkte, DAX schließt im Minus

Die Aktienmärkte in Europa standen zu Wochenbeginn unter dem negativen Einfluss der Unruhen in Ägypten. Die Angst vor einer weiteren Eskalation oder sogar einem Flächenbrand treibt den Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn. Der Ölpreis reagierte bereits heftig und schoß über die 100-Dollar-Marke. Daneben reagierte auch der Euro und zog kräftig an. Bis zum Abend stieg er auf 1,3698 Dollar bzw. 1,2894 CHF.

DAX schließt im Minus

In Frankfurt musste der Aktienmarkt heute angesichts der neuen Inflationsdaten aus der Eurozone schwächer notieren. Der DAX verlor bis zum Abend 0,36 Prozent auf 7.077,48 Punkte. Größter Verlierer war die Deutsche Börse (-2,6 Prozent), gefolgt von Daimler (-2,5 Prozent), VW (-2 Prozent) und BMW (-1,8 Prozent). Die Autowerte mussten zum einen Montagewerke in Ägypten schließen, zum anderen sorgt der gestiegene Ölpreis für schlechte Laune. Die war auch bei der Lufthansa (-1,6 Prozent) zu spüren.

Auf der Gewinnerseite standen Allianz (+1,1 Prozent), Linde (+1,0 Prozent) und K+S (+1,0 Prozent). Daneben war auch der Pharmatitel Merck (+0,9 Prozent) gesucht. Laut Financial Times denkt der Darmstädter Konzern über den Verkauf seines Verbrauchergeschäfts nach.

ATX gibt leicht nach, Bankaktien stützen

In Österreich herrschte ebenfalls schlechte Stimmung vor. Der ATX ging bei 2.885,76 Punkten (-0,12 Prozent) aus dem Handel. Die stärksten Zugewinne konnte der Versorger Verbund (+1,6 Prozent) verbuchen. Auch der Wettbewerber EVN war gefragt. Angesichts des gestiegenen Ölpreises konnte auch der Öltitel OMV (+0,6 Prozent) freundlicher tendieren. Die Finanzwerte Erste Group (+1,6 Prozent) und Raiffeisen (+0,3 Prozent) erwiesen sich daneben ebenfalls als Stütze.

Die größten Abschläge verbuchte zu Wochenbeginn der Impfspezialist Intercell (-2,7 Prozent), gefolgt von bwin (-2,3 Prozent) und Wienerberger (-2,1 Prozent).

SMI deutlich schwächer, Lonza im Plus

Mit die größten Abschläge in Europa musste die Börse in Zürich ausweisen. Der SMI verlor 0,75 Prozent auf 6.479,15 Punkte. Mit Abstand größter Gewinner war Lonza (+2,1 Prozent). Der weltgrösste Pharmazulieferer profitierte damit weiterhin von den guten Geschäftszahlen, die vergangene Woche veröffentlicht wurden. Daneben konnten lediglich Syngenta (+1,0 Prozent) und Julius Bär (+0,1 Prozent) fester tendieren.

Am Ende des SMI fanden sich Actelion (-2,2 Prozent), UBS (-2,0 Prozent), Swatch (-1,8 Prozent) und Credit Suisse (-1,7 Prozent).


1 Kommentar zu D-A-CH Rundschau: Unruhen in Ägypten treiben Ölpreis und belasten Märkte, DAX schließt im Minus

  1. Lehrreicher Post. Interessant, wenn man das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive ansehen kann.

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