D-A-CH Rundschau: DAX schließt knapp über 7.100 Punkten, SMI gibt nach, ATX schlägt sich achtbar

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Nach einem lange Zeit sehr ruhigen Handelsverlauf rutschten die Börsen am Nachmittag deutlich ab und gingen schwächer ins Wochenende. Im Fokus standen wichtige Konjunkturdaten aus den USA, die von den Anlegern eher enttäuscht aufgenommen wurden und auch in New York für schwächere Notierungen sorgte. Die amerikanische Wirtschaft wuchs dank des starken privaten Konsums im vierten Quartal um stattliche 3,2%, blieb damit aber hinter den Prognosen zurück, die von einem Plus von 3,5% ausgegangen waren. Dafür stieg das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan stärker als erwartet auf 74,2 Punkte.

Mit den Aktienkursen gab auch der Euro am Nachmittag deutlich nach. Gegenüber dem Greenback notiert der Euro aktuell nur noch bei 1,3609 Dollar, nachdem er zeitweise klar über der Marke von 1,37 Dollar gelegen hatte. Auch gegenüber dem Schweizer Franken gab die europäische Gemeinschaftswährung auf zuletzt 1,2833 CHF deutlich nach.

DAX schließt schwächer, VW-Aktie nach positiver Studie gefragt

In Frankfurt kletterte der DAX mit 7.177 Punkten zeitweise bis knapp unter das am Vortag erreichte Jahreshoch, rutschte im Verlauf aber deutlich ab und schloss letztlich mit einem Minus von 0,7% bei 7.102,80 Punkten.

An die Spitze der Kursliste setzte sich die Aktie von Volkswagen, die mit einem Aufschlag von 2,0 Prozent aus dem Handel ging. Angetrieben wurde der Kurs durch eine positive Studie von Goldman Sachs. Die Analysten bescheinigen der VW-Aktie ein Kursziel von 201 Euro. Gegenüber dem aktuellen Kurs entspricht dies immerhin einem Aufwärtspotenzial von 67%.

Dahinter verbesserten sich Papiere von Fresenius um 1,4%. Allerdings war die Aktie seit dem Vormittag vom Handel ausgesetzt. Der Pharmakonzern vollzieht heute die Umwandlung der Vorzugs- in Stammaktien, die dann ab Montag im DAX gelistet werden. Gleichzeitig wird die Rechtsform in eine KGaA geändert.

Die größten DAX-Verlierer wurden von MAN (-3,1 Prozent) angeführt. Die Aktien von Daimler und BASF gaben jeweils um rund 2,0 Prozent nach.

SMI gibt nach, Lonza legt gegen den Trend zu

Der SMI verlor in Zürich ebenfalls an Boden und schloss mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 6.528,13 Punkten. An der Spitze der Gewinnerliste stand die Aktie von Lonza, die sich um 2,1 Prozent verbessern konnte. Adecco, Actelion und Synthes legten jeweils rund 0,5 Prozent zu.

Die deutlichsten Verluste im SMI verzeichnete die Aktie von Richemont, die um 3,3 Prozent nachgab. Papiere von ABB verloren 1,3 Prozent, die Swatch-Aktie gab um 1,1 Prozent nach.

ATX schlägt sich achtbar

Achtbar schlug sich der ATX in Wien. Der österreichische Leitindex verzeichnete ein moderates Minus von 0,3 Prozent auf 2.889,14 Punkte. Größter Gewinner war die Aktie von Bwin Interactive Entertainment, die ein sattes Plus von 5,1 Prozent verbuchte. Gefragt waren auch die Aktien von Wienerberger (+3,8 Prozent) und Vienna Insurance (+1,9 Prozent).

Der größte Verlierer war die Aktie von Voestalpine mit einem Abschlag von 2,9 Prozent. Andritz verloren 2,5 Prozent, OMV 2,4 Prozent.

In der zweiten Reihe meldete der Versicherungskonzern UNIQA Prämienzahlen. So erhöhten sich die Prämieneinnahmen im vergangenen Jahr 2010 um 8,4 Prozent auf 6,22 Mrd. Euro. Das Unternehmen prognostiziert für das abgelaufene Jahr einen Gewinn zwischen 135 und 140 Mio. Euro. Die UNIQA-Aktie ging mit einem kräftigen Aufschlag von 2,9 Prozent aus dem Handel.