D-A-CH Rundschau: DAX mit neuem Jahreshoch, ATX nimmt 2.900er Marke ins Visier, Novartis belastet SMI

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Die Aktienmärkte konnten nach den erfreulichen Aussagen der US-Notenbank Fed über die amerikanische Wirtschaft deutlich zulegen. Die Ratingsenkung Japans wurde dagegen eher beiläufig aufgenommen. Dagegen machte sich am europäischen Anleihenmarkt die Sorge vor einer Zinserhöhung der EZB breit. Aber auch hier verhallte die Unsicherheit relativ rasch wieder. Der Euro zeigte sich in der Folge kaum verändert und notierte zuletzt bei 1,3697 Dollar bzw. 1,2978 CHF.

DAX mit neuem Jahreshoch, Allianz gesucht

Freundliche Stimmung herrschte am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt vor. Der DAX erreichte im Handelsverlauf ein neues Jahreshoch bei 7.180,15 Punkten. Dies ist zugleich der höchste Stand seit Frühjahr 2008. Zwischenzeitlich hatte auch der US-Leitindex Dow Jones wieder die 12.000er Marke überwunden und so die gute Laune in Europa unterstützt. Der DAX beendete den Handel am Ende bei 7.155,58 Punkten (+0,40 Prozent).

Größter Gewinner war die Allianz-Aktie (+3,8 Prozent). Konkrete Nachrichten lagen allerdings nicht vor, stattdessen wurde vielfach chartttechnische Gründe genannt. Daneben legten auch Fresenius (+1,7 Prozent), SAP (+1,6 Prozent) und HeidelbergCement (+1,3 Prozent) deutlich zu. Schlusslichter waren Lufthansa (-2,2 Prozent), Henkel (-1,6 Prozent) und Metro (-1,3 Prozent).

ATX nimmt 2.900er Marke ins Visier

Auch in Wien war heute gute Laune zu spüren. Der ATX gewann 1,37 Prozent auf 2.897,85 Punkte. Größter Gewinner war der Finanztitel Raiffeisen (+4,2 Prozent). Auslöser war die Ratingaufnahme seitens der Credit Suisse („Outperform“ mit Kursziel 52 Euro). Daneben konnten auch OMV und Voestalpine mit Zugewinnen über 3 Prozent von sich Reden machen.

Die kurze Verliererliste bestand vor allem aus Semperit (-1,7 Prozent) und bwin (-1,4 Prozent). Auch Wienerberger mussten leichte Abschläge hinnehmen.

SMI schließt schwächer, Novartis belastet

Nicht ganz so erfreulich verlief der Handelstag in Zürich. Der SMI verlor am Ende 0,46 Prozent auf 6.562,36 Punkte. Größter Gewinner war der Rückversicherer Swiss Re (+2,4 Prozent), gefolgte von Julius Bär (+2,3 Prozent) und UBS (+1,9 Prozent). Hier sorgten vor allem die Ausssagen aus den USA zur Wirtschaftslage für gute Laune.

Am Ende des SMI stand das Schwergewicht Novartis. Der Pharmakonzern hat zwar ein starkes Geschäftsjahr hinter sich, verlor zum Ende hin aber etwas an Schwung, was die Anleger enttäuschte. Die Novartis-Aktie verlor in der Folge 2,4 Prozent. Daneben mussten auch Syngenta, Nestlé und Adecco mehr als 1,5 Prozent nachgeben.