D-A-CH Rundschau: DAX schließt erneut leicht im Minus, ATX lässt Federn, Finanzwerte belasten SMI

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Der europäische Aktienmarkt konnte sich heute lange Zeit deutlich von seiner Vortagesschwäche absetzen. Im Fokus standen dabei vor allem der deutsche GfK-Konsumklimaindex. Nach der kurzen Verschnaufpause im Dezember konnte die Konsumstimmung im Januar 2011 wieder ansteigen. Daneben sorgten aber auch zahlreiche Quartalszahlen für gute Laune. Als Belastungsfaktor erwiesen sich jedoch die schwachen US-Börsen, die im Zuge zahlloser Quartalsberichte und trotz guter Daten in Form des Verbrauchervertrauens schwächer tendierten. Da half dann auch die neunfache Überzeichnung der ersten Euro-Anleihe wenig. Der Euro pendelte angesichts des großen Erfolgs um die Marke von 1,36 Dollar und notierte zuletzt bei 1,3643 Dollar. Gegenüber dem Franken gab die Gemeinschaftswährung dagegen erneut nach und notierte zuletzt bei 1,2884 CHF.

DAX schließt leicht schwächer, Siemens überzeugt

In Deutschland konnten die guten Konsumklima-Daten den DAX lange Zeit befeuern. Dennoch half es am Ende nichts. Der deutsche Leitindex schloss bei 7.059,01 Punkten (-0,12 Prozent). Da halfen auch die überraschend guten Siemens-Zahlen wenig. Zwar konnten die Aktien zeitweise die Gewinnerliste anführen, schlossen mit Blick auf die Gewinne der letzten Tage schwächer.

Größter Gewinner waren dann Infineon (+4,6 Prozent), MAN (+3,1 Prozent) und Merck (+2,6 Prozent). Man Anleger sah und sieht hier noch mehr Nachholpotential. Die Verlierer waren dagegen klar im Finanz- und Energiesektor angesiedelt. Commerzbank (-2,5 Prozent) und Deutsche Bank (-1,7 Prozent) mussten ebenfalls deutlich Federn lassen wie RWE (-2,1 Prozent) und E.ON (-1,7 Prozent). Hier wurden u.a. die Zugewinne der letzten Tage als Grund für die Gewinnmitnahmen genannt. Daneben wurde aber auch auf die Probleme im spanischen Bankensektor verwiesen, die eine Neuordnung dort nötig machen werden.

ATX lässt Federn, Energie- und Finanzwerte belasten

Die schwache Entwicklung war in Österreich noch etwas deutlicher zu spüren. In Wien verlor der ATX 1,46 Prozent auf 2.830,70 Punkte. Größter Gewinner war erneut Zumtobel (+4,0 Prozent), gefolgt von Andritz (+3,8 Prozent) und Wienerberger (+2,9 Prozent). Konjunkturaffine Titel waren eben wieder gefragt. Zumtobel profitierten zudem von einer Analysteneinstufung der CA Chevreux (Select List) und einer Kurszielanhebung von 21,50 Euro auf 29,10 Euro.

Dagegen zählten Finanz- und Energietitel zu den Verlierern des Tages. Größter Verlierer war der Versorger EVN (-4,7 Prozent). ABer auch Erste Group (-4,4 Prozent) und Raiffeisen (-3,4 Prozent) standen auf den Verkaufszetteln. Hier wirkte sich besonders der Blick nach Spanien negativ aus. Im Zuge einer 500 Mio. Euro schweren Anleihenemission gaben daneben voestalpine 4,1 Prozent nach.

Finanzwerte belasten SMI, Syngenta gesucht

Die Börse in Zürich konnte wiederum, ebenso wie Frankfurt seine Verluste begrenzen. Der SMI schloss bei 6.580,33 Punkten (-0,36 Prozent). Größter Gewinner war hier Syngenta (+2,8 Prozent). Die Aktie profitierte von einer Heraufstufung durch die ZKB auf „Übergewichten“ sowie von den guten DuPont-Zahlen in den USA. Daneben zeigten sich auch Richemont (+1,8 Prozent), Synthes (+0,8 Prozent) und Swatch (+0,7 Prozent) von der freundlichen Seite.

Die Verliererliste wiederum wurde vom Ölfelddienstleister Transocean (-2,1 Prozent) angeführt. Daneben gaben aber auch die Finanzwerte Julius Bär (-1,9 Prozent), Credit Suisse (-1,4 Prozent) und UBS (-1,3 Prozent) merklich nach. Auch hier führte ein Blick nach Spanien zu größeren Verkaufsorders.