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Im Fokus: Derby Cycle macht ernst – Zeichnungsfrist beginnt

Letzte Woche habe ich noch orakelt, wie und wann das neue IPO-Jahr beginnt. Nun ist es soweit. Vor kurzem hat der Fahrradhersteller Derby Cycle Details zu seinem Börsengang am 4. Februar veröffentlicht. Konkret bietet das Unternehmen insgesamt bis zu 6.840.000 Aktien an, wovon 1.500.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage und 4.450.000 Aktien aus dem Eigentum der verkaufenden Altaktionäre stammen. Weitere 890.000 Aktien aus dem Eigentum der verkaufenden Aktionäre sind als Mehrzuteilungsoption gedacht.

[ad#Google Adsense L-rechts]Die entsprechende Zeichungsfrist läuft nun ab heute bis voraussichtlich zum 2. Februar. Die Preisspanne liegt zwischen 11,50 Euro und 15,50 Euro. Als Bruttemmisionserlös fließen Derby Cycle bis 23,25 Mio. Euro zu. Die restlichen Erlöse gehen jedoch an die Altaktionäre. Die von Derby Cycle eingenommenen Mittel sollen zur Wachstumsfinanzierung genutzt werden. Als strategische Schwerpunkte nennt das Unternehmen dabei die weitere Internationalisierung sowie der Ausbau der guten Position von Derby Cycle bei Elektrorädern. Das Wachstum soll dabei sowohl durch organisches Wachstum, als auch – bei sich bietender Gelegenheit – durch selektive Akquisitionen erfolgen.

Im Jahr 2009/10 (per 30. September) erwirtschaftete Derby Cycle einen Umsatz von rund 173 Mio. Euro. Damit wurde gleichzeitig das bislang beste Geschäftsjahr abgeschlossen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei rund 12 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Derby Cycle
optimistisch. So lagen zum Geschäftsjahresende am 30. September 2010 die eingegangenen Vororders um rund 36,1 Prozent über dem Vorjahr, wobei
wiederum eine starke Nachfrage nach E-Bikes zu verzeichnen war.

Fazit: Von der Bewertung her dürfte das obere Ende der Preisspanne schon als ambitioniert gelten. Da aber der erste Börsengang des Jahres seitens der Banken ein Erfolg werden muss/sollte, kann man von einer am Ende fairen Preisgestaltung ausgehen. Der hohe Anteil an Altaktionärsaktien ist natürlich nicht so optimal. Auf der anderen Seite steht die Marktposition als dicker Pluspunkt auf der Habenseite.

Weitere Stimmen zum Börsengang von Derby Cycle:

Börse-Online: Derby Cycle radelt los

„BÖRSE ONLINE hält ein 2011er-Kurs-Gewinn-Verhältnis von maximal zehn für gerechtfertigt. Das entspricht der Bewertung des besten Vergleichsunternehmens Accell aus Holland. Folglich sollten Anleger nicht mehr als zwölf Euro für die Aktien des Newcomers zahlen.“

ARD-Börse: Derby Cycle fährt zur Zieletappe Börse

Derby Cycle wäre der zweite deutsche Fahrradhersteller, der an der Börse notiert. Die einzige deutsche Fahrrad-Aktie ist Mifa (Mitteldeutsche Fahrradwerke). Die Kursentwicklung verlief jedoch enttäuschend. Die vor sieben Jahren zu 9,25 Euro ausgegebenen Aktien kosten heute 3,10 Euro. Der Kurs hat zwei Drittel seines Werts verloren.


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