D-A-CH Rundschau: DAX kommt nicht vom Fleck, ATX gibt nach, SGS treiben SMI

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Zum Wochenstart wirkte sich der US-Feiertag auch auf die Börsen in Europa aus. Wegen der fehlenden Impulse hielten sich aber viele Anleger zurück. Erst am Dienstag dürften die zahlreichen Quartalszahlen für neue Bewegung am Markt sorgen. Derweil blickt man in Europa weiter auf die Euro-Krise. Mittlerweile greift die Sorge um sich, dass China als Retter in der Not künftig zu viel Einfluss in Europa gewinnen könnte. Unterdessen hat sich Spanien eine milliardenschwere Refinanzierung gesichert. Der Euro reagierte wenig darauf und gab auf 1,3295 Dollar nach. Auch gegenüber dem Franken zeigte sich der Euro leichter und verlor auf 1,2820 CHF.

DAX kommt nicht vom Fleck

Der deutsche Aktienmarkt kam zum Wochenstart nicht vom Fleck. Der DAX stieg leicht auf 7.078,06 Punkte an. Größter Gewinner war die Münchener Rück (+1,7 Prozent), SAP (+1,7 Prozent) und Daimler (+1,7 Prozent). Daimler sorgte für Gesprächsstoff, weil man in China weiterhin sehr erfolgreich ist.

Auf der Verliererseite standen vor allem die Aktien von Lufthansa (-1,8 Prozent) zbd ThyssenKrupp (-1,4 Prozent). Der Industriekonzern leidet dabei weiter unter dem Weggang von Finanzvorstand Alan Hippe, der künftig bei Roche arbeiten wird. In der Folge reagierten auch die Analysten und stuften die Aktie herab.

ATX gibt nach, Schoeller-Bleckmann im Fokus

Auch in Wien hielten sich die Anleger zurück. Der ATX gab am Ende 0,42 Prozent auf 2.845,81 Punkte nach. Größter Gewinner war Vienna Insurance Group (+1,3 Prozent) gefolgt von Flughafen Wien (+0,5 Prozent) und Erste Group (+0,3 Prozent). In Sachen Quartalszahlen stand heute der Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann im Fokus. Dieser hatte Umsatz und Gewinn im Rahmen der Erwartungen steigern können.

Am Ende des ATX stand die Aktie von Wienerberger (-2,4 Prozent), gefolgt von OMV (-1,9 Prozent) und Raiffeisen (-1,8 Prozent).

SGS treiben SMI, Richemont nach Zahlen im Minus

Auch in Zürich kam nicht so richtig Kauflaune auf. Allerdings sorgten hier zahlreiche Quartalszahlen für Gesprächsstoff. Der SMI gewann 0,34 Prozent auf 6.578,17 Punkte. An der Spitze des SMI standen Actelion (+2,6 Prozent), SGS (+2,3 Prozent) und Transocean (+2,2 Prozent). Bei SGS, dem weltgrößten Prüf- und Inspektionskonzerns, sorgten das Rohstoffgeschäft für Kauflaune. Dahinter konnten aber auch Roche rund 2 Prozent zulegen und dem SMI zusätzlichen Auftrieb verleihen.

Am Ende des Index stand der Vermögensverwalter Julius Bär (-3,4 Prozent). Die Meldung dass ein Ex-Angestellter per Wikileaks Kundendaten veröffentlichen will sorgte hier für Unruhe. Daneben gaben auch Richemont (-2,0 Prozent) merklich nach. Der Luxuskonzern konnte zwar ein stabiles Weihnachtsgeschäft verzeichnen, bleibt aber für die Zukunft vorsichtig zurückhaltend.