D-A-CH Rundschau: Zurückhaltender Wochenschluss, DAX und SMI kaum verändert, ATX deutlich schwächer

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Die Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenschluss von der zurückhaltenden Seite. Besonders die Meldungen aus China sorgten für Unruhe. Sorgen bereitet hier die erneut gestraffte Geldpolitik. Daneben sorgten auch die zahlreichen US-Konjunkturdaten für Gesprächsstoff. Auf der positiven Seite wurde dagegen von vielen Anlegern die erste Woche der Berichtssaison abgespeichert. Die heute vorgelegten Zahlen von JP Morgan sorgten für gute Laune im Finanzsektor. Der Euro wiederum konnte zwischenzeitlich über die Marke von 1,34 Dollar klettern, fiel im Handelsverlauf aber wieder deutlich darunter. Zuletzt notierte er bei 1,3347 Dollar. Auch gegenüber dem Franken zeigte sich die Gemeinschaftswährung am Ende kaum verändert. Zuletzt tendierte der Euro hier bei 1,2867 CHF.

ThyssenKrupp belastet DAX

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich heute mit deutlich Bewegung. Der DAX hielt sich aber den Tag über jenseits der 7.000er Marke und schloss bei 7.075,70 Punkten, nur wenig über dem Vortagesschluss. Größter Verlierer war heute ThyssenKrupp. Auslöser war der überraschende Rücktritt von Finanzvorstand Alan Hippe. Die Aktie fiel in der Folge um 3,2 Prozent und belastete die Stimmung. Daneben gaben aber auch Metro (-2,7 Prozent), K+S (-1,8 Prozent) und BASF (-1,5 Prozent) merklich nach.

An der Spitze des deutschen Leitindex standen dagegen heute die Automobil- und Finanzwerte. Größter Gewinner war die Aktie der Deutschen Börse. Zuvor hatte Exane BNP Paribas das Kursziel auf 68 Euro erhöht. In der Folge gewann die Aktie 4,4 Prozent auf 56,90 Euro. Daneben legten BMW (+2,2 Prozent), Daimler (+1,8 Prozent) und Deutsche Bank (+1,0 Prozent) deutlich zu. Auch Infineon (+1,6 Prozent) war gefragt. Autowerte profitierten von Daten über den weltweiten Automobilmarkt, der um 12 Prozent zulegt .

ATX bleibt unter 2.900 Punkten

Auch in Wien herrschte heute zurückhaltende Stimmung. Der Trend ging hier aber infolge von Gewinnmitnahmen deutlich nach unten. Der ATX verlor bis zum Abend 1,0 Prozent auf 2.857,80 Punkte. Größter Gewinner war der Bautitel Wienerberger (+1,4 Prozent). Daneben konnten auch der Versorger EVN (+0,5 Prozent) und Flughafen Wien (+0,4 Prozent) grüne Vorzeichen aufweisen.

Die Verliererseite war dann aber deutlich größer, zumal auch keine Nachrichten neue Kaufsignale brachten. Größter Verlierer war der Automobilzulieferer Semperit (-3,8 Prozent), gefolgt von Voestalpine (-2,9 Prozent) und Intecell (-2,9 Prozent).

SMI gibt leicht nach, Finanzwerte stützen

Auch in Zürich hielt sich die Zurückhaltung den Tag über. Der SMI schloss am Ende bei 6.556,09 Punkten (-0,1 Prozent). Größter Gewinner war die Aktie von Actelion (+1,9 Prozent). Dahinter folgten die beiden Großbanken und Indexschwergewichte UBS (+1,7 Prozent) und Credit Suisse (+1,0 Prozent). Auch hier half ein Blick auf die US-Großbank JP Morgan um neue Kauflaune zu erzeugen.

Am Ende des SMI standen Richemont (-1,1 Prozent), Syngenta (-1,0 Prozent), Swiss Re (0,9 Prozent) und Novartis (-0,9 Prozent).


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