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Before the Bell: DAX hält sich über 7.000er Marke, US-Futures vor Konjunkturdaten schwächer, Intel-Zahlen im Fokus

Die deutsche Börse schnauft nach den Gewinnen zuletzt erneut durch. Der DAX kann sich aber weiter über der 7.000er Marke halten. Belastungsfaktor für den DAX ist derzeit v.a. die Aktie von ThyssenKrupp. Hier hatte Finanzvorstand Alan Hippe sein Ausscheiden bekannt gegeben. Inzwischen wird über einen Wechsel zu Daimler spekuliert. Die Aktie verliert am Indexende mehr als 3 Prozent. Positive Nachrichten sind dagegen heute nur bedingt zu finden.

JPMorgan steigert Ergebnis deutlich

Zum Freitag kam auch aus dem Bankensektor ein erster Einblick in die Berichtssaison. JPMorgan Chase konnte seinen Gewinn im vierten Quartal deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen. Dabei lief das Geschäft in allen Bereichen besser und auch Kreditausfälle waren weniger ein Thema. Der Nettogewinn stieg demnach von 3,28 Mrd. Dollar bzw. 74 Cents je Aktie auf nun 4,83 Mrd. Dollar bzw. 1,12 Dollar je Aktie. Die Aktie von JP Morgan schloss gestern bei 44,45 Dollar (-0,6 Prozent) und gibt in Frankfurt aktuell 1,0 Prozent nach.

Intel kann Erwartungen klar schlagen

Die Intel-Zahlen gelten als Indikator für gesamte IT-Branche. Im vierten Quartal 2010 hat der Chip-Gigant mal wieder die Erwartungen geknackt und das beste Jahr der Unternehmensgeschichte beendet. Der Quartalsumsatz stieg um 8 Prozent auf 11,5 Mrd. Dollar. Das Nettoergebnis verbesserte sich um 48 Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar bzw. 59 Cents je Aktie. Erwartet worden war ein EPS von 53 Cents und ein Umsatz von 11,37 Mrd. Dollar. Für das erste Quartal 2011 erwartet Intel einen Umsatz von 11,5 Mrd. Dollar (+/- 400 Mio. Dollar) und liegt damit ebenfalls deutlich über den Erwartungen. Gestern hatte die Intel-Aktie bei 21,29 Dollar kaum verändert geschlossen. In Frankfurt geht es derzeit 1,4 Prozent nach oben.

US-Futures vor Konjunkturdaten schwächer

Die Wall Street steht nach dem schwächeren Vortagesniveau auch zum Wochenschluss wohl erneut unter Druck. Hintergrund sind die zahlreichen Konjunkturdaten. Den Anfang machen Verbraucherpreise (Dezember) und die Daten zum Einzelhandelsumsatz (Dezember). Etwas später folgen dann die Daten zur Industrieproduktion (Dezember), das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (Januar) sowie die Lagerbestände (November). Bei den Quartalszahlen herrscht klassischerweise zum Wochenschluss Ruhe vor. In der kommenden Woche startet die Berichtssaison dann aber richtig durch. Die US-Futures notieren derzeit leicht im Minus. Der S&P 500 verliert 0,4 Prozent und der Nasdaq 0,1 Prozent. In Frankfurt gibt der DAX 0,5 Prozent auf 7.037 Punkte nach.

Zum Schluss noch einige Sätze in eigener Sache. Die Beitragsserie „Heard in New York“ wird ab sofort in neuer Form erscheinen. Anstatt eines umfassenden Marktüberblicks nach US-Börsenschluss wird es künftig unter dieser Rubrik monothematische Topthemen des Tages oder der Woche geben. Die Erscheinung ist dann nicht mehr auf den Abend festgelegt, sondern nach Aktualtität. Daher wird es bereits heute Abend keinen regulären Heard in New York in geben.