D-A-CH Rundschau: DAX springt über 7.000er Marke, ATX steigt über 2.900 Punkte, Finanzwerte treiben SMI

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Die Aktienmärkte standen heute unter dem positiven Einfluss der erfolgreichen portugiesischen Anleihenemission. Insgesamt konnte Portugal eine Summe von 1,25 Mrd. Euro einsammeln, und damit die geplante Spanne von 750 Mio. Euro bis 1,25 Mrd. Euro vollständig ausschöpfen. Noch erfreulicher fiel die Rendite aus: Diese lag bei den zehnjährigen Papieren mit 6,7 Prozent unter der von Portugal gesetzten Wunschhöchstmarke von 7 Prozent. Der Euro konnte in der Folge auch merklich an Wert gewinnen und stieg bis auf fast 1,31 Dollar an. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,3096 Dollar bzw. 1,2714 CHF.

DAX springt über 7.000er Marke

Der deutsche Aktienmarkte konnte angetrieben von guten BIP-Daten und den Impulsen von der Euro-Front kräftig zulegen. Der DAX gewann am Ende 1,83 Prozent und schloss bei 7.068,78 Punkte. Topgewinner waren mit Blick auf die Portugal-Emission die beiden Großbanken Commerzbank (+5,3 Prozent) und Deutsche Bank (+4,3 Prozent).

Die rote Laterne des Index hielten dagegen die Automobilwerte. VW (-0,6 Prozent), BMW (-0,6 Prozent) und Daimler (-0,2 Prozent) konnte nicht vom guten Umfeld profitieren und gaben als einzige Werte nach.

ATX steigt über 2.900 Punkte

Auch in Wien war heute gute Laune zu spüren. Der ATX gewann 1,42 Prozent auf 2.909,21 Punkte. Größter Gewinner war der Impfspezialist Intercell (+3,0 Prozent). Dahinter folgten u.a. auch hier die Finanztitel Raiffeisen (+2,7 Prozent) und Erste Group (+2,6 Prozent). Auch Energietitel wie EVN (+2,7 Prozent) fanden sich in der Topgewinnerliste. Hier sorgte vor allem ein Neueinstufung durch die Deutsche Bank mit „Kaufen“ und Kursziel 15,00 Euro für Furore.

Das kurze Ende im ATX bestand aus dem Kartonagen-Hersteller Mayr-Melnhof (-0,2 Prozent) und dem Automobilzulieferer Semperit (-0,3 Prozent).

Finanzwerte treiben SMI

Auch in der Schweiz zählten die Finanztitel zu den Topperformern. Der SMI gewann in der Folge 1,21 Prozent auf 6.613,75 Punkte. Größter Gewinner war die Großbank UBS (+4,3 Prozent), gefolgt von Julius Bär (+3,9 Prozent) und der Credit Suisse (+3,8 Prozent). Neben dem Thema Portugal wirkte sich hier auch eine optimistische Branchenstudie kurstreibend aus.

Die kurze Verliererliste bestand aus Swatch (-0,4 Prozent) und Nestle (-0,4 Prozent). Grund waren hier Gewinnmitnahmen nach den starken Zugewinnen zuletzt.