Heard in New York: Start der Berichtssaison sorgt für freundlichen Handel, Dow Jones legt leicht zu

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Die Wall Street konnte am Dienstag mit leichten Zugewinnen aus dem Handel gehen. Der Start in die Berichtssaison wurde somit erfolgreich gemeistert. Von den Konjunkturdaten kamen indes keine eindeutig positiven Daten. So sind die Lagerbestände im Großhandel im November 2010 um 0,2 Prozent gefallen. Dagegen war am Markt ein Anstieg der Daten erwartet worden. Der Umsatz des US-Großhandels stieg gegenüber dem Vormonat um 1,9 Prozent. Der Dow Jones schloss am Ende bei 11.672 Punkten 0,3 Prozent. Der S&P 500 gewann daneben 0,4 Prozent, während der NASDAQ Composite 0,3 Prozent zulegte.

AMD braucht neuen Vorstandschef

Eine überraschende Personalie betrifft den Chip-Hersteller AMD. Hier ist Dirk Meyer mit sofortiger Wirkung als President, CEO und Director zurückgetreten. Als Interims-Nachfolger wurde Senior Vice President und CFO Thomas Seifert benannt. Die Börse reagierte verschreckt auf die Meldung. In der Folge brach die AMD-Aktie um 9,0 Prozent auf 8,36 Dollar ein.

SUPERVALU weist Verlust aus

Die Supermarktkette SUPERVALU musste im dritten Geschäftsquartal angesichts sinkender Umsätze einen Verlust ausweisen. So verringerten sich die Umsatzerlöse von 9,22 Mrd. Dollar auf 8,67 Mrd. Dollar auf. Das Nettoergebnis ging von einem Gewinn von 109 Mio. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie auf einen Nettoverlust von 202 Mio. Dollar bzw. 95 Cents je Aktie zurück. Das bereinigte EPS wurde mit 24 Cents angegeben. Damit wurden die Erwartungen klar verfehlt. Unterdessen senkte das Unternehmen seine EPS-Prognose für das Gesamtjahr von 1,40 bis 1,60 Dollar auf 1,25 bis 1,35 Dollar. Der SUPERVALU-Titel brach in der Folge um 11,6 Prozent auf 7,59 Dollar ein.

Tiffany profitiert vom Weihnachtsgeschäft

Die Juwelierkette Tiffany konnte ihre Umsätze in der Weihnachtssaison deutlich steigern. Angesichts dessen wurde zudem die Jahresergebnisprognose angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 rechnet Tiffany nun mit einem Umsatz von fast 3,1 Mrd. Dollar und einem bereinigten EPS von 2,83 bis 2,88 Dollar, nach bislang 2,72 bis 2,77 Dollar. Die Tiffany-Aktie schloss bei 60,56 Dollar 0,6 Prozent schwächer.

Alcoa legt gemischte Zahlen vor

Gestern Abend nach Börsenschluss war es soweit: Der weltweit größte Aluminiumkonzern Alcoa gab den inoffiziellen Startschuss für die Berichtssaison. Die Zahlen fielen gemischt aus. Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 4 Prozent auf 5,65 Mrd. Dollar und blieb damit knapp hinter den Erwartungen zurück. Beim Gewinn konnten die Erwartungen dagegen übertroffen werden. Nach einem Nettoverlust von 277 Mio. Dollar oder 28 Cents je Aktie im Vorjahr erzielte Alcoa wieder einen Nettogewinn von 258 Mio. Dollar bzw. 24 Cents je Aktie. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis belief sich auf 21 Cents je Aktie und lag damit 2 Cents über den durchschnittlichen Analystenprognosen. Für das laufende Jahr erwartet Alcoa ein Wachstum des weltweiten Aluminiummarkts um 12 Prozent. Die Reaktion auf die Zahlen ist denn auch verhalten: Die Alcoa-Aktie schloss heute bei 16,33 Dollar (-1,0 Prozent).


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