D-A-CH Rundschau: DAX kaum verändert, SMI im Aufwind, ATX mit Rücksetzer

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Am letzten Handelstag vor Weihnachten ging es an den europäischen Aktienmärkten eher besinnlich zu. Offenbar waren die Anleger mehr mit dem Weihnachts-Shopping beschäftigt als mit dem Aktienkauf. Auch die Konjunkturdaten, die in den USA veröffentlicht wurden, konnten die Börsianer nicht aus der Reserve locken. Während die Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter unerwartet deutlich zurückgingen, stieg das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan auf den höchsten Stand seit Januar 2008. Und auch die privaten Konsumausgaben legten weiter zu.

Letztendlich pendelten die Börsen ziemlich orientierungslos in das Weihnachtswochenende. Mit 1,3114 Dollar notiert auch der Euro zum Greenback derzeit unverändert. Gegenüber dem Schweizer Franken startete die europäische Gemeinschaftswährung hingegen eine kleine Erholung und verbesserte sich deutlich auf zuletzt 1,2599 CHF. Gestern hatte der Euro zum Franken noch einen neuen historischen Tiefstand markiert.

DAX schaukelt ins Weihnachtswochenende

In Frankfurt war der Handel am letzten Tag vor Weihnachten zwar etwas lebhafter als am Vortag. Letztendlich schloss der DAX aber erneut wenig verändert und ging mit leichten Minus von 0,1% bei 7.057,69 Punkten aus dem Handel. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Beiersdorf (+1,0 Prozent) und Siemens (+0,8 Prozent).

Die größten Verlierer waren heute ausgerechnet die Titel, die im Jahresverlauf die größten Gewinne verbucht hatten, nämlich die Autowerte. BMW verloren 1,7 Prozent, die VW-Aktie gab 1,4 Prozent nach. Die Infineon-Aktie litt unter den schwachen Quartalszahlen von Micron Technology und büßte 1,2 Prozent ein.

SMI im Aufwind

In Zürich zeigte der SMI Eigendynamik und verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 6.599,43 Punkte. Seit Januar liegt der Schweizer Leitindex dennoch gerade einmal knapp 1 Prozent im Plus. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Actelion (+1,9 Prozent), Syngenta (+1,8 Prozent) und Transocean (+1,4 Prozent). Zu den wenigen Verlierern des Tages zählten Holcim (-0,6 Prozent) und ABB (-0,5 Prozent).

Aktien von Novartis gewannen 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern hat bei der EU-Zulassungsbehörde die Marktzulassung für den Impfstoff Bexsero beantragt. Außerdem hat die US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für Amturnid, ein Medikament gegen Bluthochdruck, erteilt.

ATX gönnt sich eine Atempause

Nach den jüngsten Zugewinnen verzeichnete der ATX in Wien einen kleinen Rücksetzer und ging mit einem Abschlag von 0,9 Prozent bei 2.884,89 Punkten in den Feierabend. Die größten Gewinner waren dabei die Aktien von EVN (+1,0 Prozent) und der Österreichischen Post (+0,8 Prozent). Am Ende der Kursliste verloren Papiere von Intercell 4,8 Prozent. Schoeller-Bleckmann gaben um 2,5 Prozent nach.

Aktien des Wäsche- und Strumpfherstellers Wolford verloren 3,0 Prozent. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank hatten ihr Kursziel von 22,50 Euro auf 26,50 Euro angehoben, gleichzeitig aber ihre Einschätzung von „buy“ auf „hold“ gesenkt.