Before the Bell: Ruhiger Vorweihnachtshandel, DAX und US-Futures kaum verändert

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Die deutschen Aktienmärkte zeigen sich am vorletzten Handelstag von der zurückhaltenden Seite. Nach den Zugewinnen der vergangenen beiden Tage, macht sich so langsam auch an der Börse Weihnachtsstimmung breit. Für Furore sorgt unter anderem das DIW-Konjunkturbarometer, demzufolge im vierten Quartal 2010 einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsproduktes um 0,7 Prozent erwartet wird. Das Wachstum läge damit erneut deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre. Der Euro steht angesichts neuer Abstufungsängste der PIGS-Staaten weiter im Fokus. Nach dem gestrigen Fall unter die Marke von 1,31 Dollar, kann sich die Gemeinschaftswährung auf 1,3154 Dollar wieder etwas erholen. Gegenüber dem Franken wird dagegen ein neues Rekordtief von 1,2499 CHF gemeldet. Inzwischen geht es auch hier wieder etwas nach oben. Der Schweizer Franken wird bereits als neue D-Mark tituliert.

Nike kann Erwartungen schlagen

Am Abend meldete der Sportartikelhersteller Nike erfreuliche Zahlen. So stieg der Umsatz von 4,41 Mrd. Dollar auf 4,84 Mrd. Dollar, während der Gewinn von 375 Mio. Dollar bzw. 76 Cents je Aktie auf nun 457 Mio. Dollar bzw. 94 Cents je Aktie anstieg. Die Erwartungen wurden übertroffen. Im Fokus stand zudem der Auftragsbestand, der sich im Vorjahresvergleich um 11 Prozent auf 7,7 Mrd. Dollar erhöhte. Die Nike-Aktie gewann heute 2,3 Prozent auf 92,30 Dollar. In Frankfurt verliert der Titel 3,5 Prozent.

Red Hat meldet Zahlen im Rahmen der Erwartungen

Ebenfalls von Interessae waren die Zahlen des Linux-Anbieters Red Hat. In seinem dritten Geschäftsquartal 2010/11 konnte das Unternehmen den Umsatz von 194 Mio. Dollar auf 236 Mio. Dollar steigern. Das Ergebnis verbesserte sich von 16,4 Mio. Dollar bzw. 8 Cents je Aktie auf nun 26,0 Mio. Dollar bzw. 13 Cents je Aktie. Das bereinigte EPS wurde mit 20 Cents je Aktie und damit im Rahmen der Erwartungen angegeben. Der Umsatz lag dagegen leicht oberhalb der Schätzungen. Die Aktie von Red Hat schloss gestern in New York bei 47,95 Dollar (+0,05 Prozent). In Frankfurt geht es derzeit 3,3 Prozent nach unten.

US-Futures kaum verändert

Die Wall Street steht am vorletzten Handelstag vor Weihnachten wieder unter dem Eindruck der Konjunkturdaten. Besonders die dritte Veröffentlichung der BIP-Daten steht hier im Fokus. Nach Börsenstart folgt dann noch der Verkauf bestehender Häuser (November). Auch bei den Quartalszahlen folgen mit Bed Bath & Beyond und Micron zwei interessante Bilanzvorlagen. Die US-Futures notieren kaum verändert. Der S&P 500 gewinnt leicht hinzu und der NASDAQ gibt 0,1 Prozent ab. In Frankfurt notiert der DAX bei 7.075 Punkten (+0,1 Prozent).