Heard in New York: Wall Street schließt nach ruhigem Handel kaum verändert

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Trotz des Großen Verfallstags ging es an der Wall Street zum Wochenschluss sehr ruhig zu. Gute Quartalsergebnisse aus dem Technologiesektor – allen voran Oracle – konnten die Aktienkurse ebenso wenig entscheidend beflügeln wie der Anstieg der US-Frühindikatoren. Die Kauflaune der Anleger wurde durch die Abstufung Irlands durch Moody’s gebremst. Die Indizes pendelten mehr oder minder richtungslos ins Wochenende. Der Dow Jones ging letztlich mit einem kleinen Minus von 0,1 Prozent bei 11.492 Punkten ins Wochenende. Der S&P 500 schloss mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent, der Nasdaq Composite verbesserte sich um 0,2 Prozent.

AT&T hebt Dividende an, kauft eigene Aktien zurück

Positive Nachrichten kamen von AT&T. Der Telekommunikationskonzern kündigte eine Dividendenerhöhung und ein Aktienrückkaufprogramm an. So soll die Quartalsdividende von bislang 42 Cents je Aktie um 2,4 Prozent auf nunmehr 43 Cents je Aktie angehoben werden. Damit kommt der Dow-Jones-Wert zum aktuellen Kurs auf eine stattliche Dividendenrendite von 5,9 Prozent. Darüber hinaus will der Konzern bis zu 300 Mio. eigene Aktien mit einem Volumen von rund 8,8 Mrd. Dollar zurückkaufen. Dies entspricht immerhin rund 5 Prozent der ausstehenden Aktien. Die AT&T-Aktie reagierte auf die Ankündigungen kaum und schloss mit leichten Abschlägen von 0,2 Prozent.

Research in Motion schlägt die Erwartungen

Der Technologiesektor präsentierte sich zumindest etwas fester. Der Softwarekonzern Oracle hatte am Vorabend starke Quartalsergebnisse gemeldet (siehe „Heard in New York“ von gestern). Die Oracle-Aktie gewann daraufhin knapp 4 Prozent.

Daneben überzeugte auch Research in Motion mit seinem Zahlenwerk. Der Blackberry-Hersteller konnte im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Konzern verkaufte 14,2 Mio. Blackberry-Geräte. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 5,49 Mrd. Dollar, der Nettogewinn sogar um 45 Prozent auf 911 Mio. Dollar oder 1,74 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 1,65 Dollar je Aktie und Umsätze von 5,4 Mrd. Dollar prognostiziert. Auch die Bruttomarge übertraf mit 43,6 Prozent die Erwartungen. Die Aktie von Research in Motion schloss mit einem Aufschlag von knapp 2 Prozent.

Bank of Montreal übernimmt Marshall & Ilsley

Neues gab es auch von der M&A-Front. Marshall & Ilsley, die größte Regionalbank im Bundesstaat Wisconsin, wird von der Bank of Montreal übernommen. Die Kanadier bezahlen insgesamt 4,1 Mrd. US-Dollar in eigenen Aktien. Aktionäre von Marshall & Ilsley erhalten im Rahmen der Transaktion für eine Aktie jeweils 0,1257 Anteilscheine der Bank of Montreal. Zudem plant die Bank of Montreal eine Kapitalerhöhung um rund 800 Mio. Kanadische Dollar. Die Aktie der Bank of Montreal verlor daraufhin 7 Prozent, Papiere von Marshall & Isley machten einen Sprung um 18 Prozent nach oben.


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