Heard in New York: Dow Jones gibt trotz freundlicher Konjunkturdaten nach

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Die Wall Street stand zur Wochenmitte ganz im Zeichen der Konjunkturdaten. Besonders positiv fiel dabei der Empire State Manufacturing Index auf. Dieser erhöhte sich von -11,1 Punkten im Oktober auf nun 10,6 Punkte. Am Markt war ein deutlich geringerer Zuwachs erwartet worden. Weniger positiv auffallen konnten dagegen die Verbraucherpreise, die im November um 0,1 Prozent stiegen. Das Realeinkommen ist daneben um 0,1 Prozent geschrumpft. Die Industrieproduktion wiederum meldete wachsende Produktionsdaten. So stieg der Ausstoß im November um 0,4 Prozent. Alles in allem keine besonders positiven oder negativen Daten. Nachdem der US-Senat dem Steuerkompromiss zugestimmt hatte, dreht die Wall Street aber komplett ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent auf 11.457 Punkte. Dagegen gaben der S&P 500 rund 0,5 Prozent und der NASDAQ Composite 0,4 Prozent nach.

General Electric bleibt Optimistisch

Gute Nachrichten kamen dieser Tage vom US-Gemischwarenladen und Siemens-Wettbewerber General Electric. Auch im Jahr 2011 erwartet man sich ein starkes Gewinnwachstum. Schwerpunkt soll dabei der Wachstumsmarkt China sein. Konkrete Zahlen nannte Konzernchef Jeffrey Immelt zwar nicht, dennoch kommt die Ankündigung zur richtigen Zeit, denn die GE-Aktie befindet sich seit Wochen im Aufwärtstrend und kann gute Meldungen weiter brauchen. Die General Electric-Aktie schloss heute bei 17,49 Dollar (-1,1 Prozent).

Praxair erwartet Einmalbelastungen

Der Industriegasekonzern kündigte heute Einmalbelastungen aufgrund von Steuerstreitigkeiten in Spanien an. Die einmaligen Sondereffekte wurden dabei für das letzte Quartal mit 290 Mio. Dollar bzw. 93 Cents je Aktie angegeben. Trotz der Einmalbelastungen hält Praxair an seiner bereinigten EPS-Prognose von 1,18 bis 1,23 Dollar fest. Daher konnte die Meldung die Anleger auch nicht wirklich schocken. Mit Blick auf den guten Ausblick griffen die Börsianer noch einmal zu. Die Praxair-Aktie gewann 0,6 Prozent auf 93,09 Dollar.

Dynegy goes private

Der Energiekonzern Dynegy wird in Kürze von der Börse verschwinden. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute bekannt. Dynegy wird für rund 665 Mio. Dollar vom Finanzinvestor Icahn übernommen. Die bisherigen Anteilseigner erhalten 5,50 Dollar je Aktie in bar. Einige Anleger hoffen immer noch auf ein höheres Angebot und drückten die Kurse über diese Marke. Am Ende gewann die Dynegy-Aktie bei 5,63 Dollar (+3,3 Prozent).


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