D-A-CH Rundschau: DAX hält sich über 7.000 Punkten, ATX gibt nach, SMI freundlicher

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[ad#Google Adsense L-rechts]Die europäischen Aktienmärkte konnte im Vorfeld der heutigen Fed-Sitzung nicht so recht vom Fleck kommen. Zwar wird keine Zinserhöhung erwartet, wohl aber neue Details zu den Anleiherückkäufen. Dazu kamen neue Sorgen aus der Eurozone. Diesmal sorgte Belgien für Unruhe. Heute hat nun Standard & Poor’s den Ausblick für das Länderrating von “stabil” auf “negativ” gesenkt. Damit rückt neben den bisherigen PIGS-Staaten auch vermeintlich sichere Staaten immer mehr in den Fokus. Besondere die unsichere politische Lage wird neben den desolaten Staatsfinanzen als kritisch angesehen. Zudem sorgt auch die Lage in Italien nach den gewonnen Mißtrauensvoten von Silvio Berlusconi und die anschließenden Massenprotesten für Unruhe. Der Euro konnte sich nach einer turbulenten Auf- und Abbewegung oberhalb der Marke von 1,34 Dollar etablieren. Zuletzt notierte der Euro bei 1,3421 Dollar. Gegenüber dem Franken gab die Gemeinschaftswährung dagegen erneut nach und notierte zuletzt bei 1,2843 CHF.

DAX kann sich über 7.000er Marke halten

Der deutsche Aktienmarkt konnte sich angesichts der Euro-Krise und trotz freundlicher US-Märkte nicht so recht von der Stelle bewegen. Positive Signale in Form der ZEW-Konjunkturerwartungen konnten ebenfalls nicht so richtig für gute Laune sorgen. Der DAX schloss am Ende bei 7.027,40 Punkten leicht unter dem Vortagesstand.

Größte Gewinner waren Lufthansa (+1,7 Prozent), Henkel (+1,6 Prozent) und Beiersdorf (+1,5 Prozent). Die Kranichairline profitierte von guten Branchenaussichten, während die beiden Konsumwerte ihre Vortagesverluste wieder Wett machten. Am Ende des Index standen die Autowerte. Daimler (-1,2 Prozent), BMW (-1,5 Prozent) und VW (-1,9 Prozent) mussten ihre Zugewinne der letzten Tage wegen Gewinnmitnahmen wieder abgeben. Am Ende des Index standen Infineon. Infineon-Chef Wucherer erklärte im Handelsblatt-Interview, dass der hohe Aktienkurs potentielle Käufer abschrecke. Die Infineon-Aktie schloss bei 7,04 Euro (-2,0 Prozent).

ATX gibt nach, bwin deutlich schwächer

Die Wiener Börse zeigte sich im Vorfeld der US-Zinsentscheidung und der unsicheren Lage beim Euro ebenfalls zurückhaltend. Der ATX gab 0,5 Prozent nach auf 2.823,26 Punkte. Die wenigen Gewinner wurden von Andritz (+1,5 Prozent) und Semperit (+1,2 Prozent) angeführt. Flughafen Wien gaben nach Verkehrszahlen nur 0,1 Prozent nach.

Der gestrige Tagesverlierer Intercell konnte sich nach dem Kurseinbruch mit nur leichten Verlusten (-0,5 Prozent) stabilisieren. Tagesverlierer waren bwin (-2,4 Prozent), Wienerberger (-2,2 Prozent) und Verbund (-1,9 Prozent).

SMI freundlicher, Julius Bär und SGS gesucht

Die freundlichen US-Märkte sorgten in der Schweiz wiederum für deutlich freundliche Tendenzen. Der SMI konnte am Ende bei 6.545,84 Punkten (+0,41 Prozent) aus dem Handel gehen. Angeführt wurde der Leitindex vom Vermögensverwalter Julius Bär. Positive Analystenstimmen sorgten hier für ein Kursplus von 1,9 Prozent auf 43,91 CHF. Chevreux hatte zuvor die „Selected List“-Einstufung bekräftigt. Daneben profitierten auch SGS von freundlichen Einschätzungen der Deutschen Bank. Die SGS-Aktie gewann 1,5 Prozent auf 1.667,00 CHF.

Die Konsum- und Pharmatitel konnten sich ebenfalls wieder erholen. So gewannen etwa Novartis 0,9 Prozent hinzu. Am Ende des SMI standen Swisscom und Adecco mit Abschlägen von knapp 0,9 Prozent.


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