D-A-CH Rundschau: Euro-Krise hält DAX unter Druck, Finanzwerte belasten ATX und SMI

0

[ad#Google Adsense XL-rechts]Die Aktienmärkte konnten am Dienstag ihren Abwärtstrend vom Montag etwas verlangsamen. Nach unten gings aber weiterhin. Im Fokus standen u.a. die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und aus der Eurozone. Besonders die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt sorgte für zeitweise sehr gute Laune. Die Arbeitslosenzahl sank im November um 14.000 auf 2.931.000 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote verharrte im November bei 7,0 Prozent. Aus Europa kamen die vorläufigen Inflationsdaten. In der Eurozone verharrt die Inflation im November weiter bei 1,9 Prozent. Die wichtige 2-Prozent-Marke bleibt damit in Reichweite und die Gefahr einer Zinserhöhung wird nicht geringer. Ansonsten bleibt natürlich das Thema europäische Schuldenkrise das Gesprächsthema Nummer eins. Neben Portugal rückt nun auch Spanien immer offener in den Fokus der Anleger. Der Euro fiel angesichts dieser Meldungen zeitweise unter 1,30 Dollar und kann sich zuletzt bis auf 1,3021 Dollar erholen. Daneben ist auch gegenüber dem Franken der Abwärtstrend in Takt. Aktuell notiert der Euro bei 1,3011 CHF.

DAX gibt leicht nach, ThyssenKrupp im Fokus

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag erneut unter dem Eindruck der europäischen Schuldenkrise. Der DAX konnte sich zwar zwischenzeitlich deutlich fester präsentieren, gab bis Handelsende aber leicht nach. Besonders positive Konjunkturdaten aus den USA halfen hierbei. Der Schlussstand lag erneut unter der 6.700er Marke bei 6.688,49 Punkten (-0,1 Prozent). Im Fokus stand u.a. die Aktie von ThyssenKrupp. Der Stahlkonzern präsentierte heute im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz solide Zahlen. Zudem soll die Dividende steigen. Auch der Ausblick fiel zuversichtlich aus. Die ThyssenKruppp-Aktie verlor im DAX-Mittelfeld 0,5 Prozent auf 29,42 Euro. Schlusslicht war die Aktie der Deutschen Post (-2,4 Prozent) gefolgt von Münchener Rück (-2,1 Prozent).

Auf der Gewinnerseite fand sich heute die BASF-Aktie mit Zugewinnen von 2,2 Prozent. Neben der Zusammenarbeit mit dem Wettbewerber Ineos sorgten auch Analystenkommentare für gute Laune. Klares Highlight war aber die Kunststoff-Kooperation, die auf mehrere Milliarden Euro taxiert wird.

ATX gibt nach, Finanzwerte unter Druck

Auch in Wien ging es heute deutlich nach unten. Der ATX verlor 1,2 Prozent auf 2.607,50 Punkte. Größter Verlierer war hierbei der Finanzsektor. Schlusslicht im ATX war Raiffeisen (-2,6 Prozent), aber auch Erste Group (-1,9 Prozent) büßte kräftig an Wert ein. Die Sorge, dass auch hier die Schuldenkrise Blessuren hinterlässt ist groß. Zumal Gerüchte um neue Stresstests für Banken für Wirbel sorgen. Die kurze Gewinnerseite im ATX wurde von Intercell (+0,6 Prozent) und Schoeller-Bleckmann (+0,5 Prozent) angeführt. Der Ölfeld-Dienstleister profitiert weiter vom anhaltend hohen Ölpreis.

Bankwerte belasten SMI erheblich

Auch in Zürich ging es erneut deutlich nach unten. Der SMI verlor 1,3 Prozent auf 6.312,43 Punkte. Die Finanzwerte waren auch hier die Hauptbelastungsfaktoren. Die Credit Suisse verlor 2,6 Prozent, Zurich Financial gab 2,2 Prozent ab und die UBS büßte 2 Prozent ein. Leichte Abschläge von 0,4 Prozent musste daneben ABB verzeichnen. Der Elektrokonzern machte heute mit seiner 4,2 Mrd. Dollar-Offerte für den US-Industriemotorenhersteller Baldor von sich Reden.

Auf der Gewinnerseite des SMI stand heute erneut der Ölfeld-Dienstleister Transocean. Auch hier sorgt der anhaltend hohe Ölpreis für Kauflaune. Die Aktie gewann gegen den Trend 1,8 Prozent. Daneben konnte auch Synthes rund 1 Prozent zulegen.


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here