Mal was ganz anderes: Oh Du fröhliche Shopping-Zeit – aber bitte vom PC aus…

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Online-Shopping wird ja immer hipper. Gerade jetzt vor Weihnachten. Wer will schon auf den Straßen mit dem Auto rumrutschen, anschließend vor den Shopping-Centern sich um einen Parkplatz streiten und anschließend im Kaufhaus an der Kassen-Schlange stehen? Ich nicht. Sie auch nicht? Die Lösung: online shoppen gehen.

Das machen mittlerweile alle Altersgruppen. Allein die Zahl der Senioren in den Online Shops hat sich seit 2005 fast verdoppelt und immer noch sehen beispielsweise die Konsumforscher der GFK Wachstumspotential in dieser Altersgruppe.

Ein paar Fakten: Online Shopper zwischen 50 und 69 Jahren kaufen häufig Computer, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel online ein. Auch Mietwagen werden in dieser Altersgruppe häufig über das Internet gebucht. Insgesamt hat die Zahl der Online Shopper zwischen 50 und 69 Jahren seit 2005 um 88 Prozent zugenommen.

Ebay konnte in 2010 den ersten Platz auf der Liste der beliebtesten Online Shopping Site in Deutschland zurückerobern und liegt knapp vor dem Vorjahres-Sieger Amazon. Auf den Plätzen folgen Otto, Weltbild und Tchibo, nachdem die Quelle aufgrund der Insolvenz aus den fünf bestplatzierten Einkaufsseiten ausgeschieden ist.

Soweit die positiven News zum Online-Shoppen. Es gibt aber auch die „andere“ Seite. Denn obwohl ein Internetzugang ein Grundbedürfnis in der modernen Informationsgesellschaft darstellt, bleiben auch heute noch viele Menschen aus der Online-Welt ausgeschlossen. Ausschlaggebender Faktor Nummer eins für die sogenannte "Digitale Spaltung" ist der finanzielle Status, der in einem direkten Verhältnis dazu steht, wie oft ein User sich durchschnittlich im Web aufhält. Zu diesem Ergebnis kommt ein aktueller Bericht der US-Non-Profit-Organisation Pew Internet & American Life Project der ärmere Haushalte in puncto Netznutzung deutlich benachteiligt sieht.

Dass in Zusammenhang mit dem Ausmaß der Webnutzung auch Faktoren wie Alter und Bildungsgrad eine gewichtige Bedeutung zukommt, bestätigen zudem die Experten von Pew Internet. Insgesamt betrachtet sei aber die Einkommenshöhe in einem Haushalt die signifikanteste Einflussgröße. Der aktuellen Untersuchung von Pew Internet zufolge steigen 95 Prozent der US-Bürger, die in einem Haushalt mit einem jährlichen Einkommen von mindestens 75.000 Dollar leben, "zumindest öfters" ins Internet ein. Sinkt das Einkommen unter die genannte Einkommensgrenze, bricht auch die Webnutzung schlagartig auf 70 Prozent ein. Bei Haushalten, die weniger als 30.000 Dollar pro Jahr zur Verfügung haben, schrumpft der entsprechende Wert sogar auf 57 Prozent.

Und die Moral der Geschicht´ – ohne Kohle geht es einfach nicht… Man darf auf die ersten Zahlen der Einzelhändler aus den USA zum Black Friday gespannt sein…


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