D-A-CH Rundschau: DAX rutscht nach neuem Jahreshoch deutlich ab, Strabag und Raiffeisen legen Zahlen vor

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Die Tatsache, dass das Rettungspaket für Irland erfolgreich geschnürt wurde, sorgte zum Wochenauftakt für einen freundlichen Handelsstart. Der DAX schaute am Morgen nochmals kurzzeitig über die Marke von 6.900 Punkten und markierte bei 6.908 Zählern sogar ein neues Jahreshoch. Die Freude währte jedoch nur kurz. Im weiteren Handelsverlauf gingen die europäischen Aktienmärkte auf Tauchstation. Vor allem Portugal, aber auch Spanien und Italien werden als die nächsten möglichen Patienten gehandelt. Und nun kommt auch noch Belgien dazu.

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Die Börsen, die sich in der vergangenen Woche noch relativ robust gezeigt hatten, gingen in den Sinkflug über und verzeichnete deutliche Verluste. Auch der Euro setzte seine Talfahrt fort und fiel gegenüber dem Greenback auf den tiefsten Stand seit September. Aktuell notiert er bei 1,3090 Dollar. Auch zum Schweizer Franken verlor der Euro weiter an Boden und lag zuletzt bei 1,3126 CHF.

Kein einziger DAX-Wert im Plus

In Frankfurt rutschte der DAX, der sich zuletzt eindrucksvolle Stärke gezeigt hatte, deutlich ab. Vom neuen Jahreshoch, das am Morgen bei 6.908 Punkten erreicht worden war, verlor der Index im weiteren Verlauf fast 200 Punkte. Am Ende notierte der DAX mit einem Abschlag von 2,2 Prozent bei 6.697,97 Zählern auf seinem Tagestief. Dabei schloss kein einziger der 30 DAX-Titel im grünen Bereich. Am besten hielt sich noch die Merck-Aktie mit einem Minus von 0,6 Prozent.

Am Ende der Kursliste standen konjunktursensitive Werte. Die Aktie von MAN war mit einem Verlust von 4,1 Prozent der größte Tagesverlierer. Papiere von ThyssenKrupp verloren 3,7 Prozent. Im TecDAX machten Papiere von Conergy einen Sprung um 19 Prozent nach oben. Durch die Übernahme von Krediten, die inzwischen in Aktien umgetauscht wurden, haben Pressemeldungen zufolge Hedge-Fonds die Kontrolle bei Conergy übernommen.

Transocean einziger Gewinner im SMI

In Zürich blieben die Abschläge dagegen im Rahmen. Der SMI ging mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 6.397,50 Punkten in den Feierabend. Im grünen Bereich schloss hier nur ein Titel: Die Aktie des Ölservice-Unternehmens Transocean brachte ein Plus von 0,6 Prozent ins Ziel.

Das Ende der langen Verliererliste zierten erneut die Papiere von Lonza, die 3,1 Prozent einbüßten. Aktien von Actelion und Adecco verloren 2,8 bzw. 2,1 Prozent.

Strabag-Aktien nach Zahlen unter Druck

Einigermaßen ordentlich aus der Affäre zog sich auch der ATX, der den Tag mit einem Verlust von 1,6 Prozent bei 2.639,65 Punkten beendete. Gegen den Trend verbuchten die Aktien von Semperit und Bwin Interactive Entertainment Zugewinne von 0,7 bzw. 0,3 Prozent.

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Am Ende der Kursliste verloren Anteilscheine von Strabag 3,6 Prozent. Der größte Baukonzern Österreichs legte Zahlen vor. Während der Umsatz in den ersten neun Monaten um 3 Prozent zurückging, konnte das EBIT-Ergebnis um 10 Prozent gesteigert werden.

Auch Raiffeisen International legte Neunmonatszahlen vor. Die Bankgesellschaft konnte dank einer deutlich geringeren Risikovorsorge für faule Kredite den Überschuss mit 318 Mio. Euro mehr als verdoppeln. Dagegen sank das Betriebsergebnis wegen geringerer Zinsüberschüsse um 16 Prozent auf 1,35 Mrd. Euro. Die Analysten hoben nach der Zahlenvorlage ihre Einschätzung auf Halten und das Kursziel von 39 auf 42 Euro an. Die Raiffeisen-Aktie ging mit einem minimalen Abschlag von 0,1 Prozent aus dem Handel.


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