Before the Bell: Märkte trauen dem Braten Irland-Hilfe nicht, DAX unter 6.800 Punkten, US-Futures leichter

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[ad#Google Adsense L-rechts]Der deutsche Aktienmarkt konnte die Woche eigentlich mit richtig guter Laune starten. Besonders die DIW-Daten zur Wirtschaftsentwicklung wurden geradezu euphorisch aufgenommen. Der DAX konnte in der Folge bei 6.907,61 Punkten den höchsten Stand seit Frühsommer 2008 erreichen. Die Hausse-Stimmung kippte dann aber in Minuten. Der DAX brach um über 100 Punkte ein. Ein konkreter Auslöser war nicht zu erkennen, es scheint eher ein kleiner Tropfen das Fass „Euro-Skepsis“ zum überlaufen gebracht zu haben. Nach dem Beschluss der Irland-Hilfen richtet sich der Blick nun auf weitere potentielle Kandidaten. Allen voran Portugal, aber Spanien und andere Euro-Länder sind angesichts der jeweiligen Schuldenprobleme in der Diskussion.

Deutsche Wohnen überzeugt

Positive Meldungen hatte heute der der SDAX-Immobilientitel Deutsche Wohnen parat. In den ersten neun Monaten 2010 konnte der Konzern einen Umsatz von 224,8 Mio. Euro erzielen, nach 228,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nachsteuerergebnis fiel mit +10,1 Mio. Euro wieder positiv aus, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 2,5 Mio. Euro erwirtschaftet hatte. Der Funds from Operations (FFO) verbesserte sich von 27,4 Mio. Euro bzw. 0,34 Euro je Aktie auf nun 37,7 Mio. Euro bzw. 0,46 Euro je Aktie. Die Deutsche-Wohnen-Aktie gewinnt aktuell 4,2 Prozent auf 9,23 Euro.

Wal-Mart will Massmart übernehmen

Der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart will in Südafrika zukaufen. Für rund 2,3 Mrd. Dollar will man eine 51-prozentige Mehrheit an dem Wettbewerber Massmart erwerben. Konkret bietet man den Aktionären 148 Südafrikanischen Rand je Aktie. Der Gang auf den schwarzen Kontinent ist für Wal-Mart ein lange Zeit „offene Flanke“ gewesen. Ein erstes Übernahmeangebot war aus Kartellrechtlichen Gründen wieder zurückgezogen worden, weshalb man nun lediglich eine Mehrheitsbeteiligung anstrebt. Die Wal-Mart-Aktie schloss am Freitag bei 53,74 (-0,5 Prozent). Auch in Frankfurt geht es derzeit ein halbes Prozent nach unten.

US-Futures geben am „Cyber-Monday“ leicht nach

Die US-Futures zeigen sich zum Wochenauftakt schwächer. Trotz eines starken „Black Friday“, also des umsatzstärksten Tages im US-Einzelhandel, richtet sich auch in den USA der Blick gen Westen. Neben Europa sorgt zudem die Korea-Krise für Gesprächsstoff. Angesichts des Manövers von US- und südkoreanischen Trupppen hat Nordkorea neue Eskalationen angekündigt. Zudem verunsichert hier auch die Wikileaks-Affäre die Stimmung. Der ein oder andere Börsianer denkt schon über ähnliche Enthüllungen aus dem Finanzsektor nach. Die Wall Street dürfte von daher heute mit angezogener Handbremse agieren. Der S&P 500-Future verliert 0,1 Prozent. Der NASDAQ gibt 0,3 Prozent nach. In Frankfurt gibt der DAX 1,2 Prozent auf 6.769 Punkte nach.


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