Made in USA: Unsere deutschen Banken und die Kreditkartenblase…

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Hallo zusammen, immer wieder interessant als Journalist seine Mails anzuschauen. Heute bekam ich ne Pressemeldung mit der Überschrift rein: „Deutsche Banken pumpen Kreditkartenblase auf Institute ermöglichen „Leben auf Pump“ nach US-Vorbild“.

Und der Artikel ist real, nüchtern und zeigt, dass wir in Sachen Finanzkrise noch lange nicht am Ende sind und man(n) vielleicht doch mit allen Anlagen aufpassen und in Gold teilweise sein Geld anlegen sollte und nicht in Finanzaktien.
Denn in der Presse-Mitteilung kann man lesen, dass deutsche Banken in dem faulen Kreditkartensystem US-amerikanischer wie auch britischer Institute ein gefährliches Vorbild gefunden. haben. So werden demnach Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktion, sogenannte „Revolving-Karten“, immer häufiger vergeben. Verbrauchern wird dadurch die Möglichkeit gegeben, monatlich lediglich einen Teilbetrag ihrer Verbindlichkeiten zu begleichen, während sich der Schuldenberg durch die teils hohe Zinslast und neue Belastungen weiter auftürmen kann. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Bayerns Verbraucherschutzministerin Beate Merk vor dem System eindringlich gewarnt. In den USA und Großbritannien hat sich durch das „Leben auf Pump“ bereits eine Schuldenblase aufgebläht, die Experten zufolge zu platzen droht.

Es besteht akute Gefahr, wenn der Gesetzgeber nicht aufpasst, warnt Frank-Christian Pauli, Referent Banken beim Verbraucherzentrale. Dem Fachmann zufolge können die Revolving-Karten eine Kreditkartenblase wie jene in den USA erzeugen. Die bisher weiter verbreiteten „Charge“- oder „Debit“-Karten dienen ausschließlich als Zahlungskarten, deren angefallene Schulden meist gegen Ende eines Monats bzw. einer Frist von rund sechs Wochen über das Giro-Konto vollständig getilgt werden.

„Dagegen ist die Revolving-Karte als echte Kreditkarte, über die tatsächlich Darlehen vergeben werden, stark im Kommen. Ihre Teilzahlungsfunktion wird von den Instituten massiv beworben“, meint Pauli. Kunden der Postbank können etwa wählen, ob sie monatlich fünf, zehn, 20 oder 50 Prozent des angesammelten Schuldenbetrags begleichen wollen, während sich der Rest plus Zinsen auf dem Revolving-Konto staut.

Verschiedene Banken wie die Advanzia Bank bieten die Karten ohne jährliche Gebühr an. Allerdings sind Zinsen von bis zu 20 Prozent unter den Anbietern nicht unüblich. Nach den Verbraucherschützern regt die Teilzahlungsfunktion zum Einkauf an. Werden die Verbindlichkeiten nicht beglichen, verdienen die Banken an den anfallenden Zinsen. Den Konsumenten droht hingegen eine Schuldenfalle. „Traditionelle Kreditkarten und Revolving-Karten müssen klar voneinander getrennt werden“, fordert Pauli gegenüber pressetext. Erstere würden eine deutlich höhere Transparenz bieten.

Das Schlimmste was uns in Deutschland passieren könnte sind Szenarien nach US-Vorbild, wo Verbraucher in vielen Fällen gleich mehrere Revolving-Karten parallel verwenden und mit Schulden beladen. Bleiben die Zahlungen zum Schuldenabbau aus und nehmen die Ausfälle etwa wegen der steigenden Arbeitslosigkeit überhand, droht die Blase zu platzen. Na dann, frohes Shoppen!!!


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