Heard in New York: Wall Street schließt schwächer, Dow Jones verteidigt die 11.000er-Marke knapp

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Die Irland-Krise und die Unsicherheit darüber, ob möglicherweise schon bald der nächste Staat Finanzhilfen benötigen könnte, belastete am Dienstag auch den Handel in New York. Daneben trieb die Anleger die Sorge um, dass sich der militärische Konflikt zwischen Nord- und Südkorea ausweiten könnte. Die veröffentlichten Konjunkturdaten verpufften in diesem Umfeld. Dabei wuchs das US-Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent und damit stärker als erwartet.

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Am Abend standen dann noch die Fed Minutes an, die jedoch wenig Positives brachten. Vielmehr hat die US-Notenbank ihre Wachstumsprognose für das US-Bruttoinlandsprodukt ein weiteres Mal gesenkt. Für 2010 wird nun nur noch ein Wachstum von 2,4 bis 2,5 Prozent prognostiziert, nach zuvor 3,0 bis 3,5 Prozent. Im nächsten Jahr stellt die Fed ein Wachstum von 3,0 bis 3,6 Prozent in Aussicht, statt bislang 3,5 bis 4,2 Prozent. Daneben sind die Notenbanker auch für den Arbeitsmarkt pessimistischer. Bis Ende des Jahres erwarten sie eine Arbeitslosenquote von 9,6 bis 9,7 Prozent.

Der Dow Jones rutschte im Handelsverkauf kurzzeitig unter 11.000 Punkte, schloss mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 11.036 Zählern aber wieder über der runden Marke. Daneben gab der S&P 500 um 1,4 Prozent auf 1.181 Punkte ein. Der Nasdaq Composite verlor 1,5 Prozent auf 2.495 Punkte.

Hewlett-Packard einziger Gewinner im Dow Jones

Im Dow Jones konnte sich nur ein einziger Wert gegen den schwachen Gesamtmarkt stemmen. Und das war die Aktie von Hewlett-Packard, die sich um 2 Prozent verbesserte. Der Computerhersteller hatte am Vorabend gute Quartalsergebnisse und einen überzeugenden Ausblick vorgelegt (siehe „Heard in New York“ von gestern). Alle anderen Dow-Titel beendeten den Handelstag mit Abschlägen.

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Brocade und Jack in the Box rutschen nach Zahlen ab

Ansonsten standen nur aus der zweiten Reihe Quartalszahlen an. Dabei enttäuschte der Netzwerkausrüster Brocade Communications mit seinem Ausblick. Während der Umsatz im vierten Quartal um 5 Prozent auf 550 Mio. Dollar stieg, ging der Nettogewinn um 27 Prozent auf 23,4 Mio. Dollar oder 5 Cents je Aktie zurück. Im laufenden ersten Quartal rechnet der Konzern mit Erlösen zwischen 535 und 550 Mio. Dollar und einem bereinigten Gewinn von 9 bis 10 Cents je Aktie. Analysten prognostizieren derzeit Umsätze von 557 Mio. Dollar und einen Gewinn von 14 Cents je Aktie. Die Brocade-Aktie verlor daraufhin 10 Prozent.

Auch die Aktie von Jack in the Box rutschte um gut 10 Prozent ab. Die Schnellrestaurant-Kette verzeichnete im vierten Fiskalquartal aufgrund hoher Kosten für die Schließung von 40 Restaurants einen Gewinneinbruch um 90 Prozent auf 4 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn belief sich auf 34 Cents je Aktie und lag damit unter den Erwartungen. Zudem enttäuschte auch hier der Ausblick. Während Analysten für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 einen Gewinn von 2,05 Dollar je Aktie erwarten, stellte das Unternehmen lediglich ein Ergebnis zwischen 1,41 und 1,68 Dollar je Aktie in Aussicht.

J. Crew wird von Finanzinvestoren übernommen

Auch heute gibt es wieder eine Übernahme zu vermelden. Der Textil-Einzelhändler J. Crew Group wird von den Private-Equity-Gesellschaften TPG Capital und Leonard Green & Partners übernommen und privatisiert. Das Unternehmen hat das Übernahmeangebot in Höhe von 43,50 Dollar je Aktie angenommen. Damit wird das Unternehmen mit rund 2,8 Mrd. Dollar bewertet. Zudem legte das Unternehmen die Zahlen für das dritte Quartal vor. Während der Umsatz um 4 Prozent auf 429,3 Mio. Dollar stieg, sank der Nettogewinn um 14 Prozent auf 37,8 Mio. Dollar bzw. 58 Cents je Aktie. Analysten hatten ein EPS von 54 Cents bei Erlösen von 430,9 Mio. Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr senkte J. Crew seine Gewinnprognose von bisher 2,25 bis 2,35 Dollar auf nunmehr 2,08 bis 2,13 Dollar je Aktie. Analysten prognostizieren derzeit ein EPS von 2,24 Dollar. Die Aktie von J. Crew machte nach der Nachricht über die Übernahme dennoch einen Sprung um knapp 17 Prozent nach oben.


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